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    Backup & Recovery von Daten

    Das Wichtigste in Kürze
    • Backup und Recovery sind wichtige Instrumente, um einen soliden Disaster-Recovery-Plan im Unternehmen zu etablieren und einen sicheren Schutz vor Datenverlust zu etablieren.
    • Es können unterschiedliche Backup-Typen zur Erstellung von Datenkopien genutzt werden, wobei eine Mischung aus vollständigen, inkrementellen und differenziellen Backups am meisten Verbreitung findet.
    • Backups können im eigenen Standort gehalten werden oder durch die Nutzung von Offsite-Servern ausgelagert werden - hierbei werden Cloud-Backups aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile immer beliebter.

    Lesedauer 11 Minuten

    Datensicherung auf FestplattenDen Themen Backup und Disaster Recovery kommt ein immer höherer Stellenwert zu – nicht zuletzt aufgrund der zunehmenden Bedrohungslage durch Cyberattacken und andere Risiken aus dem Netz. Der Schutz vor Datenverlust sollte deshalb für Unternehmen an erster Stelle stehen. Doch auch entsprechende Maßnahmen für eine rasche Wiederherstellung der Daten im Ernstfall sind unabdingbar geworden.

    Denn sind die wertvollen Daten erst einmal weg oder beschädigt, so hat dies verheerende Folgen für Unternehmen. Cyberangriffe wie Ransomware-Angriffe stellen in diesem Zusammenhang eine immer größer werdende Gefahr dar. Doch auch Naturkatastrophen wie Überflutungen oder simple menschliche Fehler können den Erfolg und die Geschäftsfähigkeit eines Unternehmens maßgeblich beeinträchtigen.  

    In diesem Blogartikel beleuchten wir, was Backup und Recovery von Daten ist, warum die Themen so wichtig sind, welche Risiken ohne sie drohen und wie Sie sich optimal vor Datenverlust schützen.

     

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Backup & Recovery – worum geht es?

    2. Warum sind die Themen Backup und Recovery für Unternehmen so wichtig?

    3. Datensicherung – wie sieht ein ideales Backup-Konzept aus?

    4. Datenwiederherstellung – wie gehen Sie am besten vor?

    5. Sichere Lösungen für Backup und Disaster Recovery


    Backup & Recovery – worum geht es?

    Backup und Disaster Recovery (BDR) bezieht sich auf die Prozesse und Technologien, die verwendet werden, um Daten zu sichern und wiederherzustellen.

    Backup 

    Ein Backup ist eine Kopie von Daten, die erstellt und an einem sicheren Ort aufbewahrt wird, um im Falle eines Datenverlusts oder einer Datenbeschädigung darauf zugreifen zu können. Diese Datenkopie kann auf verschiedenen Medien gespeichert werden, wie beispielsweise auf externen Festplatten, in der Cloud oder auf Bandlaufwerken.  

    Das Ziel eines Backups ist es, sicherzustellen, dass wichtige Informationen nicht für immer verloren gehen, wenn das Original beschädigt oder gelöscht wird. Backups sind eine Form der Disaster Recovery und sollten entsprechend Bestandteil eines Disaster-Recovery-Plans sein. 

    Recovery 

    Recovery (zu Deutsch: Wiederherstellung) ist der Prozess, bei dem gesicherte Daten zurückgespielt werden, um verlorene oder beschädigte Daten wiederherzustellen. Dies kann notwendig sein nach einem Sicherheitsvorfall oder einem Datenverlustereignis, z. B. einem Hardwareausfall, einem Cyberangriff oder einem menschlichen Fehler. Der Wiederherstellungsprozess kann unterschiedlich komplex sein – je nach Art und Umfang des Datenverlusts sowie der eingesetzten Backup-Technologie. 

    Backup und Disaster Recovery gewährleisten somit, dass Unternehmen schnell und effektiv auf Datenverlust reagieren und den Geschäftsbetrieb mit minimaler Unterbrechung fortsetzen können. Eine gut durchdachte Backup- und Recovery-Strategie im Unternehmen ist daher unerlässlich, um die Datenintegrität und die Business Continuity zu gewährleisten. 

     

    Warum sind die Themen Backup und Recovery für Unternehmen so wichtig? backup-recovery-element-2

    Backup und Recovery spielen eine Schlüsselrolle im Datenmanagement von Unternehmen jeglicher Art und jeglicher Größe. Denn sind die Daten einmal weg oder unbrauchbar, so können wichtige betriebliche Prozesse nicht mehr stattfinden.  

    Backup und Recovery sind aus den folgenden Gründen von besonderer Bedeutung:

    Datensicherung in der Cloud

    1. Effektiver Schutz vor Datenverlust: Der Verlust von Daten ist verheerend für ein Unternehmen. Dies kann durch einen Cyberangriff oder einen Hardware-Ausfall passieren – oder auch durch menschliche Fehler sowie durch Naturkatastrophen. Regelmäßige Backups in der Cloud stellen sicher, dass stets eine aktuelle Kopie der wichtigsten Daten im Unternehmen verfügbar sind und es somit zu keinem Verlust der Daten kommen kann. Hier unterstützt z. B. netgo cloud Disaster Recovery durch ein sicheres Cloud-Backup-Konzept, das eine Wiederherstellung innerhalb der Infrastruktur der netgo Cloud gewährleisten kann – auch im Falle eines Komplettausfalls.

    2. Business Continuity: Um die Geschäftskontinuität im Unternehmen zu gewährleisten, sollte das Wiederherstellen der Systeme und Daten oberste Priorität in der Recovery-Strategie haben. Somit können die Ausfallzeiten minimiert werden und der Betrieb ohne längere Unterbrechungen fortgesetzt werden. 

    3. Cyberangriffsschutz: Die Gefahr durch Ransomware-Angriffe ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden und kann einen beträchtlichen Schaden im Unternehmen anrichten. Oftmals sind Daten infolge der Verschlüsselung nicht mehr nutzbar. Ein aktuelles Backup kann den Schaden begrenzen und Datenverlust vorbeugen, da es ermöglicht, Systeme und Daten auf den Stand vor dem Angriff zurückzusetzen und wieder zu nutzen. 

    4. Gesetzliche Vorschriften: Viele Branchen unterliegen gesetzlichen Anforderungen bezüglich der Speicherung und Sicherung von Daten, z. B. der E-Commerce. Auch durch die Anforderungen in der NIS-2-Richlinie werden für viele Unternehmen aus verschiedenen Branchen Pflichtmaßnahmen im Bereich der IT-Sicherheit gefordert, etwa im Cyber-Risikomanagement. Die Wiederherstellung und der Schutz von Systemen sowie Daten im Falle eines Sicherheitsvorfalles sind dabei fundamental. 

    5. Vertrauen und Reputation: Ein Sicherheitsvorfall, bei dem Daten abfließen oder verloren gehen, ist nicht nur rufschädigend, sondern kann auch das Vertrauen der Kunden stark beeinträchtigen – und im schlimmsten Falle zur Beendigung von Geschäftsbeziehungen führen. Im Sinne der Kundenbindung ist es deshalb unabdingbar, Daten entsprechend zu schützen und für Katastrophen vorzusorgen. 

    6. Kosteneffizienz: Aufwände für die Datenwiederherstellung können sich zu einer kostspieligen Angelegenheit entwickeln. Und auch Bußgelder infolge von Verstößen gegen Datenschutzrichtlinien oder dergleichen können Unternehmen teuer zu stehen kommen. Durch präventive Investitionen in Backup- und Recovery-Lösungen können Sie Kosten sparen, da Sie das Risiko und die Auswirkungen von Datenverlust minimieren. 

     

    Datensicherung – wie sieht ein ideales Backup-Konzept aus?

    Wie erfolgt die Datensicherung und was sollten Sie bei der Ausarbeitung eines Backup-Konzeptes beachten? Die folgenden Überlegungen helfen Ihnen beim Erstellen einer Strategie zur effektiven Datensicherung in Ihrem Unternehmen. 

    Welche Daten sollen gesichert werden?  

    Unterscheiden Sie zwischen kritischen – und somit unverzichtbaren – Daten sowie weniger wichtigen Daten. In einem ausführlichen Risk Assessment halten Sie fest, welche Risiken bestehen, wie wahrscheinlich sie eintreten und wie schwerwiegend ihre jeweilige Auswirkung wäre. Eine Inventar-Liste der zu schützenden Hardware- und Softwarelösungen, die in Ihrem Unternehmen im Einsatz sind, ist ebenfalls empfehlenswert. 

    Wie soll die Backup-Strategie aussehen?  

    Wichtig ist zum einen die Frequenz Ihrer Backups. Halten Sie fest, wie oft Sie Backups durchführen möchten, z. B. täglich oder auch monatlich. Überlegen Sie außerdem, wie lange die Backups aufbewahrt werden sollen und wann ältere Backups gelöscht werden können.  

    Wichtig für Ihre Strategie ist außerdem das Festlegen der Backup-Typen: Vollständiges Backup

    • Vollständiges Backup: Bei einem vollständigen Backup wird eine exakte Kopie aller ausgewählten Daten zu einem bestimmten Zeitpunkt erstellt. Im Falle einer Wiederherstellung sind dann alle Daten in einem Backup-Satz erhalten. Die Verwaltung ist dadurch jedoch etwas aufwendiger. Für kleinere Datenmengen oder in Verbindung mit anderen Backup-Typen ist das vollständige Backup somit sinnvoll.

    • Inkrementelles Backup: Ein inkrementelles Backup sichert lediglich jene Daten, die seit dem letzten vollständigen oder inkrementellen Backup geändert wurden. Dieser Backup-Typ erfolgt somit in der Regel recht schnell und es wird Speicherplatz gespart. Die Zeit für die Wiederherstellung kann jedoch etwas länger ausfallen. Sofern ein Backup fehlt oder beschädigt ist, wird die Wiederherstellung des Folge-Backups außerdem beeinträchtigt. Sofern Sie häufige und zeitsparende Sicherungen mit wenig Speicherplatz durchführen möchten, sind inkrementelle Backups empfehlenswert.

    • Differenziell: Ein differenzielles Backup sichert alle Daten, die seit dem letzten vollständigen Backup geändert wurden. Hierdurch ist der Speicherbedarf geringer und das Backup kann recht schnell erstellt werden. Im Vergleich zum inkrementellen Backup kann der Prozess länger dauern und langfristig können die Backups immer größer werden.

    Viele Unternehmen setzen auf eine Kombination der unterschiedlichen Backup-Typen. Hier kommt es auf Ihre individuellen Anforderungen im Unternehmen an, damit Sie eine Balance aus Kosten, Geschwindigkeit und Effizienz erzielen können.

    Wichtig für Ihre Backup-Strategie sind außerdem regelmäßige Restore Tests für den Ernstfall – sozusagen als Generalprobe für den Katastrophenfall. Holen Sie stets die Rückmeldungen zu den Tests ein, um eventuelle Anpassungen in den Backup-Prozessen vorzunehmen.  

    Vergessen Sie nicht die entsprechende Dokumentation und das Festhalten der jeweiligen Ansprechpartner*innen für Ihre Backup-Strategie. 

    Welche Technologie soll für das Backup genutzt werden?  

    Für Backups in Unternehmen kommen unterschiedliche Technologien infrage.  

    Viele Unternehmen wollen Backups im Unternehmensstandort halten und nutzen Speichergeräte oder auch Festplatten zur Datensicherung. In manchen Fällen werden sogar noch traditionelle Tapes eingesetzt, d. h. magnetische Bänder, die zwar langlebig sind, doch extrem viel Platz benötigen und einen vergleichsweise langsamen Zugriff auf die Daten ermöglichen sowie sehr aufwendig in der Archivierung sind.  

    Ein weiterer Nachteil: Die Anfälligkeit lokaler Backups für physische Schäden und Diebstahl ist hoch. Darüber hinaus sind die Methoden nur eingeschränkt skalierbar, kostenintensiv und erfordern einen hohen Wartungsaufwand.  

    Offsite-Server sind deshalb eine gern genutzte und sichere Möglichkeit für Backups. Die Server befinden sich an einem anderen geografischen Standort als die primären Server eines Unternehmens oder in der Cloud. Sollte es zu einem Feuer oder einer anderen Katastrophe im Unternehmensstandort kommen, sind die Daten im Offsite-Server somit geschützt. Sie können in einem zweiten Standort des Unternehmens betrieben werden oder als Third-Party-Rechenzentrum genutzt werden.  

    Die Datensicherung in der Cloud kann in der Public Cloud erfolgen oder bei einem externen Anbieter wie netgo, der gemeinsam mit Veeam Backup-Lösungen für Multi-Cloud-Datenmanagement abdeckt. Backup-Services in der Cloud bieten viele Vorteile, da sie eine Unabhängigkeit von der eigenen IT-Infrastruktur schaffen und eine schnelle Wiederherstellung des IT-Betriebs im Ernstfall ermöglichen.  

     

    Datenwiederherstellung – wie gehen Sie am besten vor?

    Für die sichere Datenwiederherstellung sollten Sie die nachfolgenden Aspekte beachten.

    Datensicherung im Offsite-Server

    • Nachdem Sie festgelegt haben, welche Daten und Anwendungen kritisch sind und wiederhergestellt werden sollen, legen Sie die beiden Recovery-Ziele RTP und RPO fest: 
      1. Recovery Time Objective (RTO): Hierbei werden für das Unternehmen akzeptable Ausfallzeiten erarbeitet. 
      2. Recovery Point Objective (RPO): Hierbei wird festgehalten, welcher maximal tolerierbare Datenverlust im Unternehmen in Kauf genommen werden kann.
    • Versuchen Sie, die Ursache des Datenverlusts zu analysieren und das Ausmaß des Schadens festzustellen sowie zu bewerten. Somit können Sie die passenden Maßnahmen ergreifen. 

    • Basierend auf den Kennzahlen RTO und RPO wählen Sie das entsprechende Backup aus, das wiederhergestellt werden soll. Überwachen Sie die Wiederherstellung, damit alles planmäßig verläuft. 
    • Nachdem Sie den Recovery-Prozess entsprechend der Dokumentation durchgeführt haben, überprüfen Sie die Vollständigkeit und Integrität der Daten. 
    • Im Anschluss sollten Sie den Prozess dokumentieren und mögliche Learnings aus den Sicherheitsvorfällen entnehmen.

    Tipp: Um im Ernstfall eine schnelle Wiederherstellung der IT und der Daten zu gewährleisten, bietet sich ein Disaster-Recovery-Service an. Im Idealfall haben Sie hierbei über ein Self-Service-Portal Zugriff auf Ihre ausgelagerten Backups und können schnell Ihren IT-Betrieb wiederherstellen – komplett unabhängig von Ihrer eigenen IT-Infrastruktur. 

     

    Sichere Lösungen für Backup und Disaster Recovery

    Ob Kundeninformationen oder Finanzdaten – Daten sind das Rückgrat jedes Unternehmens. Doch die Gefahrenlage für die Daten ist durch die zunehmende Cyberkriminalität mittlerweile größer denn je.  

    Umso wichtiger ist es, die Sicherheit und Verfügbarkeit der geschäftskritischen Daten zu gewährleisten und entsprechende Maßnahmen im Backup und Recovery umzusetzen, um optimal für Katastrophen oder Sicherheitsvorfälle im Unternehmen gerüstet zu sein. 

    Verlassen Sie sich deshalb auf netgo: Wir haben die passenden Cloud Backup und Disaster Recovery Lösungen für Ihr Unternehmen parat. 

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