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Dienstag, 21.05.2019 – Die NETGO Unternehmensgruppe GmbH feierte am 13.05.2019 Richtfest seines zukünftigen Unternehmenssitzes in Borken. Mit rund 300 geladenen Gästen wurde das „Basecamp“ im feierlichen Ambiente von den Geschäftsführern Benedikt Kisner und Patrick Kruse offiziell ange“richtet“.

Gemäß münsterländischer Tradition wurde der Zimmermannsspruch auf dem Dach des Gebäudes aufgesagt und das Basecamp mit dem Zerschlagen der Schnapsgläser eingeweiht.

Ein besonderes Präsent erhielten die Bauherren von ihren Mitarbeitern. Diese sammelten Glückwünsche und Grüße für eine Zeitkapsel, um diese von Kisner und Kruse auf dem Grundstück als symbolischen Nachlass für die Nachwelt vergraben zu lassen. Grund hierfür war die archäologische Untersuchung, die vor Baubeginn Anfang 2018 auf dem Grundstück stattfand, jedoch keine Funde zutage führte.

Das Basecamp wird das neue Zuhause der NETGO GmbH. Auf einer Gesamt-Grundstücksfläche von 21.000 m² wird eine Nutzfläche von 5.500 m² errichtet. Nach aktuellen Planungen soll diese ab September 2019 Platz für 180 Mitarbeiter bieten. Abwechslungsreich gestaltete Arbeitsbereiche, Team-Plätze, Wohlfühl- und Ruhezonen sollen die Produktivität erhöhen und die Kreativität fördern. Ein eigenes Fitnessstudio wird die Mitarbeiter fit und gesund halten und einen Kontrast zum überwiegend sitzenden Büroalltag bieten. Auch eine neue Kindertagespflege wird geschaffen, die Mitarbeitern und Familien aus der Umgebung zur Verfügung stehen soll.

Ein besonderes Highlight wird der eindrucksvolle Gastronomiebereich des Basecamps werden. Das Restaurant „bonfire“ wird mit einem außergewöhnlichen Restaurantkonzept nicht nur die NETGO Mitarbeiter kulinarisch verwöhnen, sondern ein moderner Anlaufpunkt für die Öffentlichkeit werden. Gemütlich und urban, mit warmen Tönen, viel Holz und einem knisternden Kamin wird das Restaurant zum Verweilen einladen. „Das bonfire wird ein Kreativplatz und eine Wohlfühloase, in der viel Herzblut von uns steckt“, so Benedikt Kisner, Geschäftsführer der NETGO-Unternehmensgruppe.

Durch die nicht alltägliche Ausstattung des Basecamps möchte sich NETGO als gern gesehenen Arbeitgeber positionieren und dem Fachkräftemangel entgegenwirken.

Das schlechte Wetter bringt den Zeitplan für die neue Netgo-Zentrale etwas durcheinander. Geschäftsführer Benedikt Kisner will vom Ziel aber nicht abweichen: Ende September soll das „Basecamp“ fertig sein.

HOVESATH. Arbeiten bei Netgo soll Spaß machen, das haben sich die Geschäftsführer Patrick Kruse und Benedikt Kisner auf die Fahnen geschrieben. Für die Arbeiter auf der Baustelle des neuen Firmensitzes an der Weseler Straße gilt das aktuell eher nicht. Windböen peitschen den Regen in die oberen Stockwerke. Die haben noch keine Fensterscheiben, weil der Wind das aktuell nicht zulässt. „Sauwetter“, sagt Benedikt Kisner.

Für den angepeilten Fertigstellungstermin Ende September wird es eng, auch weil es beim Fassadenbau Verzögerungen gegeben hat. Der Firmenchef will davon jedoch nichts wissen: „Das muss klappen.“ Schließlich sitzen ihm die Mitarbeiter im Nacken. Die jetzige Zentrale an der Landwehr war ausgelegt für 45 Mitarbeiter. Aktuell arbeiten dort rund 120. In Kisners altem Büro sitzen aktuell elf oder zwölf Leute. „Ich bin vor allem beeindruckt, dass alle dabei noch so viel Spaß haben“, sagt er. Seine Vermutung: „Die Perspektive spielt dabei sicher eine Rolle.“ Verzögerungen wären deshalb weniger witzig.

Neun Millionen Euro investieren Kisner und Kruse in den neuen Firmensitz. Ein Restaurant, ein Fitnessstudio und eine firmeneigene Kita sind die Aushängeschilder des „Basecamps“. Das ist allerdings auch noch nicht in seiner ganzen Länge zu sehen. Der erste Bauabschnitt wird 167 Meter lang sein. Gut 40 davon fehlen noch. Bis Ostern, so der Plan, soll der Rohbau komplett stehen. Für rund 180 Mitarbeiter soll das Gebäude dann zunächst Platz bieten. Später sind weitere Bauabschnitte vorgesehen. Gearbeitet wird dann in transparenten, großen Räumen. Damit es schön wird, muss aber bald der Innenausbau beginnen – am besten ohne Wind.

Quelle: Borkener Zeitung, Sven Kauffelt

Das Unternehmen Netgo baut am westlichen Stadtrand derzeit seinen neuen Hauptsitz, das „Basecamp“. Zum Basecamp wird ein Restaurant gehören, das „bonfire“. Die Eröffnung ist für September 2019 geplant. BZ-Redakteur Peter Berger sprach mit dem kreativen Kopf des „bonfire“, Jan Scheidsteger.

Wie kam der Kontakt zu Netgo zustande?

Scheidsteger: Ganz unromantisch. Ich war gerade in Hamburg einkaufen, als das Telefon klingelte. Am Apparat: Benedikt Kisner, einer der beiden Geschäftsführer. Er war irgendwie irgendwo auf mich und meine Arbeit aufmerksam geworden und erzählte mir von dem Vorhaben, in den neuen Firmensitz ein Restaurant zu integrieren. Klingt ganz gut, dachte ich. Um den Jahreswechsel war ich dann das erste Mal in Borken.

Was haben Sie vor?

Scheidsteger: Sehr viel. Uns war schnell klar, dass das nicht nur für die Mitarbeiter sein soll,…

… also keine Kantine…

Scheidsteger: Nein, bloß nicht. In dem Wort schmeckt man ja förmlich noch die Kohlroulade heraus. Nein, es wird ein Restaurant, dass die Unternehmensphilosophie von Netgo verkörpert: ungewöhnlich, einladend, offen für alle und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern. Diesen Rahmen haben wir schnell gemeinsam abgesteckt und füllen ihn nun. Ich habe mir in einer Umgebungsanalyse angeschaut, was in Borken gastronomisch so los ist. Zugleich gab es eine Mitarbeiterbefragung, um Hinweise auf Ernährungsgewohnheiten, Gesundheitsbewusstsein und die künftige Speisekarte zu bekommen. In kleiner Runde haben wir dann probegekocht.

Welche Art von Küche wird es sein?

Scheidsteger: Sie wird eine eigene Charakteristik bekommen, die schwer in eine Schublade zu stecken ist. Es geht nicht bloß nur um Nahrungsaufnahme, es geht auch um Zusammen-am Tisch-sitzen-und-essen. Die Speisen einfach in die Mitte stellen und teilen. Das ist am ehesten vergleichbar mit der spanischen Tapas-Kultur oder der Meze-Kultur im Nahen Osten. Man bestellt viele Kleinigkeiten, und dann darf jeder mal dippen.

Sie sprachen eben von einer Umgebungsanalyse für Borken. Was ist Ihr Ergebnis?

Scheidsteger: Bitte nicht als Vorwurf oder Großstädter-Arroganz missverstehen: Im Vergleich zu den Metropolen hinkt man in kleineren Städten wie Borken bei gastromonischen Trends etwa zehn Jahre hinterher. Das hat natürlich seinen Grund. Berlin hat eine ganz andere Dynamik. Dass irgendwer was ausprobiert, aber auch scheitert, ist dort alltäglich. Hier fehlt dafür das Umfeld. Aber, wie gesagt, kein Vorwurf. Insgesamt stelle ich fest, dass sich in Borken auch gastronomisch was bewegt. Imbissbetriebe, die gleichzeitig Burger, Döner und Pizza anbieten, finde ich allerdings grenzwertig.

Sie bezeichnen sich selbst als „Gastronomie-Regisseur“. Die Parallele zum Film-Regisseur ist bewusst gewählt, oder?

Scheidsteger: Genau. In einem erfolgreichen Restaurant kommt es auf das Spezialwissen und die Fähigkeiten ganz vieler Mitwirkender an. Da hätten wir den Produzenten, also in diesem Fall Netgo, der schaut, ob das Produkt dem entspricht, was er sich vorgestellt hat. Der Innenarchitekt ist der Requisitenbauer, dann gibt es Experten für Licht und Ton, die wie im Film Stimmung miterzeugen. Die Mitarbeiter brauchen einen Drehplan, wie sie in der Küche und im Service agieren sollen. Es gibt also jede Menge Analogien zum Film. In meinem Berufsleben habe ich festgestellt, dass im Gastro-Bereich diese eine Person fehlte, die alle diese Kreativen zugleich machen, aber auch nicht abdriften lässt. Diesen Film werde ich in Borken übrigens permanent begleiten, weswegen Benedikt Kisner, Patrick Kruse und ich eine Betreibergesellschaft gegründet haben.

Das Restaurant heißt „bonfire“ – Lagerfeuer. Klingt sehr ursprünglich. Ist das sozusagen der analoge Kontrast zur digitalen Welt einer IT-Firma?

Scheidsteger: Nicht nur. Es ist insgesamt als Gegenpol zur Welt da draußen zu verstehen, die sich immer schneller zu drehen scheint. Zur Ruhe kommen und zurück zu den Wurzeln, Wärme und Nähe spüren. Lagerfeuer gibt es, seitdem der Mensch Feuer machen kann. Es wird viel Holz verbaut, und in der Mitte wird es eine zentrale Feuerstelle mit Sofas drumherum geben.

Was ist aus Ihrer Sicht gastronomisch ein No-Go bei Netgo?

Scheidsteger: Sehr gute Frage. Mir geht‘s darum, nicht jede neue gastronomische Sau durchs Dorf zu treiben. Man sollte beispielsweise nicht anfangen, monströse Milchshakes zu machen, nur weil jemand das gerade auf Instagram hypt. Ein No- Go werden im bonfire übrigens Bildschirme im Gästebereich sein. Und die Gäste werden auch nicht per Touchscreen ihre Speisen bestellen können. So viel analog gönnen wir uns.

Warum wurden Sie Koch?

Scheidsteger: Eigentlich wollte ich Architekt werden, aber ich fand, da war gar nicht so viel mit kreativem Zeichnen. Dann strebte ich ein Touristik-Studium an, wofür aber eine Ausbildung Voraussetzung war. Die einzige, die mir im Gastro-Bereich zusagte, war: Koch. Und, zack, stand ich in der Küche. Die Arbeitszeiten finden viele schlimm, aber ich kann damit gut leben. Koch ist für mich eine perfekte Mischung aus Handwerk und Kunst. Diese Ausbildung hilft mir jetzt sehr bei den Konzeptentwicklungen und Beratungen, die ich international durchführe.

Was ist für Sie perfekte Handwerkskunst?

Scheidsteger: Pizza. Die neapolitanische. Die ursprünglichste. Der Teig ruht wesentlich länger, ist softer. Tomatensauce, Mozzarella und Basilikum. Das ist einfach lecker.

Quelle: Borkener Zeitung, Peter Berger

Projekt zieht mit Netgo an die Weseler Straße

Das Gründerzentrum Borken wird auch künftig an die Zentrale des IT-Unternehmens Netgo angebunden sein. Neben mehr Platz soll das Zentrum auch einen neuen Namen bekommen.

BORKEN. Das Gründerzentrum wird zusammen mit Netgo vom ehemaligen Kasernengelände an die Weseler Straße umziehen. Mit dem Umzug soll das Konzept des Zentrums überarbeitet werden, um – so die Zielsetzung – „die Gründerszene in Borken spürbar zu beleben“. Im neuen Netgo-„Basecamp“ wird das Gründerzentrum mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze wie bisher anbieten können.

Sieben Büros gibt es aktuell an der Landwehr. Wie Borkens Wirtschaftsförderin Katja Hoffboll kürzlich im Hauptausschuss des Stadtrates erklärte, hatte das Zentrum seit Gründung im Jahr 2010 18 Existenzgründer als Mieter. An der Weseler Straße soll es 17 Arbeitsplätze geben. Neben elf kleinen Büros (13 bis 25 Quadratmeter) werden sechs Arbeitsplätze in einem offenen Bereich vermietet. Dies soll moderne, kommunikative Arbeitsformen ermöglichen.

Stadt, Netgo und die Banken

Das Gründerzentrum Borken ist als GmbH organisiert. Zu den Gesellschaftern gehören neben der Stadt Borken und dem IT-Unternehmen Netgo die Sparkasse und die VR-Bank. Die Wirtschaftsförderung der Stadt übernimmt die Geschäftsführung. Um das Vorhaben dauerhaft abzusichern, sollen die vier Partner bei Bedarf zusätzlich zum Stammkapital von 150.000 Euro Geld zuschießen. Die Rede ist von einem Puffer in Höhe von 75.000 Euro, um die Liquidität für die nächsten zehn Jahre zu gewährleisten. So lange soll der neue Mietvertrag mit Netgo laufen. Der Stadtrat soll am Mittwoch über die Bereitstellung von weiteren 30.000 Euro befinden. Die drei Unternehmen würden für jeweils 15.000 Euro geradestehen – entsprechend den jeweiligen Anteilen am Stammkapital der GmbH.

Gesucht: ein neuer Name

Netgo-Geschäftsführer Benedikt Kisner ist vom Erfolg überzeugt: „Ich halte es für wichtig, dass Borken so eine Einrichtung hat.“ Den Ansatz sieht Kisner, der selbst als Existenzgründer anfing, noch früher als bisher: „Für Leute, die checken wollen, ob ihre Idee markttauglich sein könnte“, umreißt er die Idee.

Das Gründerzentrum soll mehrere Zielgruppen ansprechen: klassische Existenzgründer in erster Linie, darüber hinaus aber auch Unternehmen, die anderswo schon einen Standort (oder mehrere) haben und hier über ein kleines Büro zunächst den Markt sondieren wollen. Um dem Ganzen einen schickeren Namen zu geben, denkt Wirtschaftsförderin Hoffboll über einen Ideenwettbewerb nach.

Der Stadtrat diskutiert am Mittwoch ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus über das Thema.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Edgar Rabe

Neuer Standort im Borkener Westen soll bis zu 80 neue Arbeitsplätze schaffen

Die NETGO Unternehmensgruppe investiert 9 Mio. Euro in den Standort Borken und baut im Westen der Stadt seine neue, hochmoderne Unternehmenszentrale. Mit dem Spatenstich auf dem neuen Gelände haben die Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse, Landrat Dr. Kai Zwicker, Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing neben technischen Beigeordneten Jürgen Kuhlmann und Architket Jörg Hetkamp die offizielle Bauphase für das Großprojekt eingeläutet.

Bis zum Sommer 2019 sollen die Bauarbeiten des ersten Bauabschnittes andauern. Eine Nutzfläche von zunächst 5.500m² soll den Mitarbeitern moderne Arbeitsplätze bieten. „Obwohl wir alle Möglichkeiten des modernen Arbeitens ausnutzen, reicht unsere heutige Fläche nicht mehr aus,“ berichtet NETGO Geschäftsführer Patrick Kruse. Ursprünglich für 40 Mitarbeiter geplant, beherbergt die aktuelle Zentrale bereits über 100. „Wir sind froh, dass unsere Mitarbeiter die inzwischen sehr beengende Arbeitsumgebung mit Humor und Stolz nehmen. Nun ist es jedoch höchste Zeit für eine Erweiterung,“ ergänzt Benedikt Kisner, ebenso Geschäftsführer der NETGO.

Freuen darf sich die NETGO-Belegschaft nicht nur auf mehr Platz. Ein außergewöhnliches Arbeitsumfeld soll entstehen. „Uns gefällt dieser Silicon Valley Flair von Google, Facebook & Co. Wir möchten den Mitarbeitern mehr bieten, als nur schicke Schreibtische,“ erklärt Kisner. Abwechslungsreich gestaltete Arbeitsbereiche, Team-Plätze, Wohlfühl- und Ruhezonen sollen den Spaß an der Arbeit erhöhen und die Kreativität fördern. Ein eigenes Fitness-Studio soll die Mitarbeiter gesund halten, eine Kindertagespflege wird nicht nur für den Nachwuchs der Belegschaft zur Verfügung stehen. Ein besonderes Highlight wird der neue Gastronomiebereich werden, welcher ebenso der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Gemeinsam mit einem Hamburger Gastro-Profi wird derzeit an einem außergewöhnlichen Konzept gefeilt. Mit all diesen Maßnahmen erhoffen sich Kisner und Kruse Mitarbeiter zu binden und dem Fachkräftemangel entgegenwirken zu können.

Eine Erweiterung am erst 2010 errichteten Zentralgebäude an der Landwehr in Borken ist nicht mehr möglich. Nachbargebäude und Bürocontainer konnten das Wachstum nur kurzfristig kompensieren. Inzwischen sind auch diese Möglichkeiten an ihre Grenzen gestoßen. „Damals hatten wir keine Ahnung, dass sich unser Unternehmen so rasch entwickeln wird,“ blickt Kruse zurück.

Um beim „Basecamp“, wie NETGO seinen neuen Firmensitz nennt, auch für die Zukunft vorzusorgen, haben Kisner und Kruse insgesamt 21.000m² Grundstücksfläche von der Stadt Borken erworben. In zwei weiteren Bauabschnitten kann das Basecamp noch weiter wachsen.

Die derzeitige Zentrale an der Landwehr wird nach Fertigstellung des Neubaus zum Verkauf oder zur Vermietung stehen. Ein Parallelbetrieb beider Standorte ist laut Kisner und Kruse nicht zielführend.

Eigentlich wollte Netgo noch in diesem Herbst mit dem Bau einer neuen Zentrale für das IT-Unternehmen beginnen. Seit dieser Woche liegt auch die Baugenehmigung vor. Aber: Da es auf dem geplanten Baugrundstück entlang der Weseler Straße Spuren einer eisenzeitlichen Siedlung geben könnte, muss die Firma das Gelände zunächst von Archäologen untersuchen lassen.

Die Bauarbeiten für die neue Zentrale des IT-Unternehmens Netgo beginnen voraussichtlich im Februar. Das erklärte Geschäftsführer Benedikt Kisner gegenüber der BZ. Wie berichtet, hat Netgo ein 21.000 Quadratmeter großes Grundstück entlang der Weseler Straße gekauft. Ursprünglich sollte der Bau bereits in diesem Herbst beginnen. „Das hat aus verschiedenen Gründen aber nicht geklappt“, sagt Kisner nun.

In dieser Woche hat die Stadt Borken die Baugenehmigung erteilt. Allerdings mit der Auflage, das Gelände von Archäologen des Landschaftsverbands LWL untersuchen zu lassen. Dr. Carolin Steimer, Sprecherin des LWL, erklärt auf BZ-Nachfrage, dass die Untersuchung eine Fortsetzung der Grabungen in Hovesath im Jahr 2009 seien. Die Archäologen gehen davon aus, dass es auch auf dem Netgo-Gelände Spuren einer eisenzeitlichen Siedlung geben könnte.

Anfang 2019 könnten die ersten Mitarbeiter umziehen

Zwei Wochen soll die Suche dauern – sofern die Archäologen nichts finden. Für einen Baustart sei es dann zu spät, sagt Benedikt Kisner. „Bevor wir auf dem lehmigen Untergrund dann eine Schlammschlacht erleben, warten wir lieber noch ein paar Monate“, erkärt der Geschäftsführer.

In einem ersten Bauabschnitt will Netgo rund ein Drittel der 21.000 Quadratmeter bebauen. Der Rest des Grundstücks, das von der Weseler Landstraße bis zu den Einkaufsmärkten reicht, dient zunächst als Reserve. Anfang 2019, so der Plan, sollen die ersten Mitarbeiter umziehen.

 

Quelle: Borkener Zeitung

Autor: Sven Kauffelt

Foto: Markus Schönherr, NETGO GmbH

Borkener IT-Spezialist übernimmt hessisches Systemhaus mit 45 Mitarbeitern

Die Borkener NETGO Unternehmensgruppe hat das Jahr 2016 mit einem Plus von 54 % einen neuen Rekordumsatz von 28,5 Mio. Euro erzielt. Mit dem Plus von zehn Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr, wurden die Ziele klar übertroffen. Auch bei der Anzahl der Mitarbeiter zeigt die Kurve mit über 120 Angestellten stetig nach oben. „Das Ergebnis spiegelt unseren soliden Wachstumskurs der letzten Jahre wieder“, bewertet Geschäftsführer Benedikt Kisner den Geschäftsabschluss.

Pressefoto CompuTech und NETGO

„2016 war ein sehr spannendes Jahr für uns“, so Geschäftsführer Patrick Kruse. Rückwirkend zum 01. Oktober 2016 unterzeichneten Kisner und Kruse, Ende vergangenen Jahres, den Kaufvertrag des hessischen Systemhauses CompuTech Hard- und Software GmbH. „Die Geschäftsführer der CompuTech werden in den nächsten Jahren ihren Ruhestand antreten – mit der Übernahme wurde das Unternehmen frühzeitig in neue Hände gegeben, so wollen wir gemeinsam eine sinnvolle Weiterentwicklung des Unternehmens gewährleisten“, erklärt Benedikt Kisner. Das Produktportfolio, das Know How und auch der Standort würden hervorragend in die „NETGO-Strategie“ passen, so Kisner weiter. Die bisherigen Geschäftsführer der CompuTech bleiben bis zu ihrem Ruhestand in ihrer Position aktiv. Das Unternehmen bleibt innerhalb der NETGO Unternehmensgruppe eigenständig. Auch werden alle 45 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Die CompuTech Hard- und Software GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von zehn Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt die NETGO Unternehmensgruppe nach der Übernahme der CompuTech rund 170 Mitarbeiter und erreicht einen konsolidierten Jahresumsatz von rund 38 Mio. EUR.

Neben der CompuTech-Übernahme hat NETGO auch die Fühler in die Niederlande ausgestreckt: Anfang 2016 wurde in Aalten die NETGO b.v. gegründet – Geschäftsführer Patrick Kruse bezeichnet diesen Schritt als eine große Herausforderung: „Der niederländische Markt funktioniert ganz anders. Wir fangen hier sozusagen noch einmal ganz von vorn an“, erklärt Kruse.

Auch in Deutschland wird das Wachstum weiter vorangetrieben. Die Ende 2015 eröffnete Niederlassung in Münster hat sehr gut Fahrt aufgenommen, auch in Hannover wurde ein neuer Standort bezogen. Zusammen mit der NETGO b.v. in Aalten, der CompuTech Hard- und Software GmbH in Linden und Marburg unterhält die NETGO Unternehmensgruppe in Ahaus, Bocholt, Borken, Bottrop, Coesfeld und Gießen somit inzwischen elf Standorte – aber damit noch nicht genug: In den kommenden Tagen steht die Eröffnung einer Vertretung in Gütersloh auf der Agenda. „Gütersloh ist für uns ein sehr attraktiver Standort, da wir so unser Niederlassungsnetz im Münsterland, Ruhrgebiet, Niedersachen, Hessen und den Niederlanden nun auch in Ostwestfalen ausbauen können. Die geografische Nähe zu unseren Kunden ist sehr wichtig, gerade in diesen Zeiten reicht es nicht, sich nur breit aufzustellen und ein vielfältiges Produkt- und Serviceportfolio in petto zu haben“, beschreibt Kruse den Grund für das außergewöhnlich dichte Niederlassungsnetz und fügt an, dass weitere Niederlassungen in Planung seien.

Der Stammsitz der NETGO Unternehmensgruppe in Borken platzt mittlerweile aus allen Nähten – ein Wachstum an der Landwehr ist nicht mehr möglich. Aus diesem Grund plant der IT-Spezialist im Westen der Stadt einen Neubau. „Der Spatenstich ist noch für dieses Jahr geplant. Zukünftig wollen wir bereits mit dem ersten Bauabschnitt am neuen Standort bis zu 180 Mitarbeitern einen hochwertigen Arbeitsplatz bieten“, erläutert Kisner die Pläne. Der Umzug an die Weseler Straße sei für Ende 2018 geplant. „Bis dahin werden wir an der Landwehr mit Bürocontainern improvisieren müssen“, so Kisner weiter. Die Mitarbeiter können sich am neuen Standort auf einen außergewöhnlich, reizvollen Arbeitsplatz freuen. Um auch in Zukunft ein lukrativer Arbeitgeber für vorhandene und neue Fachkräfte zu bleiben, wird an der Sonderausstattung des Neubaus nicht gespart. So stehen derzeit ein eigenes Fitness-Center, Gastronomie und sogar eine eigene Kindertagespflege auf dem Bauplan.

Der Umzug des Hauptsitzes passt in den allgemeinen Erweiterungskurs – im Sommer gründeten Kisner und Kruse die NETGO Consulting. „Es wächst ja nicht nur der Kundenstamm, auch die IT-Anforderungen wachsen mit“, so Patrick Kruse. „Darum ist der neue Geschäftsbereich Consulting eine sinnvolle und logische Ergänzung unserer Servicepalette.“ Das Consulting-Team bietet IT-Beratung auf höchstem Niveau und unterstützt insbesondere Unternehmen, mit extrem umfangreicher und komplexer IT-Infrastruktur. Zur NETGO Unternehmensgruppe gehören neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Reseller-Solutions und Consulting auch die Data Westfalia GmbH und die SILA Consulting GmbH.

Mit ihrem Angebot in den sieben Unternehmensbereichen ist die NETGO auf dem Sektor der IT-Servicedienstleistungen, Hard- und Softwarelösungen, Beratungsdienstleistungen, Cloud-Services, Informationssicherheit und Großhandel sehr flexibel aufgestellt. „Um für die Zukunft spontaner und flexibler agieren zu können, war es für uns eine logische Konsequenz die NETGO Unternehmensgruppe GmbH zu gründen“, so Kruse. Mit dem ganzheitlichen Konzept decke die Gruppe alle Geschäftsbereiche nahtlos ab.

NETGO ist seit zehn Jahren erfolgreich in der IT-Branche unterwegs. Die ersten Verträge wurden im Januar 2007 noch am Standort in Raesfeld unterzeichnet. In diesem Jahr wird das Jubiläum mit den Mitarbeitern, Kunden, Herstellern und Lieferanten gefeiert. Kisner und Kruse unisono: „Wir sind unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr dankbar für die vergangenen 10 Jahre. Dies wollen wir in einer außergewöhnlichen Veranstaltung zum Ausdruck bringen.“ Die Planungen für die Geburtstagsparty im Sommer 2017 laufen bereits in vollen Zügen.

Das IT-Unternehmen Netgo plant eine neue Zentrale im Borkener Westen (die BZ berichtete). Am Freitag stellten die Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse die Pläne für das „Rundum-Sorglos-Paket“ vor.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo hat am Freitag seine Pläne für eine neue Firmenzentrale im Borkener Westen vorgestellt. Zwischen der Weseler Landstraße und der Weseler Straße entsteht ein langgezogener Gebäudekomplex mit über 5100 Quadratmetern Nutzfläche. Die Investitionssumme beziffern die Netgo-Geschäftsführer Patrick Kruse und Benedikt Kisner auf rund acht Millionen Euro.

Das Unternehmen hat entlang der Weseler Straße eine Fläche von 21.000 Quadratmeter von der Stadt Borken gekauft (die BZ berichtete). Etwa ein Drittel davon soll ab Mitte kommenden Jahres bebaut werden. Der Borkener Architekt Jörg Hetkamp stellte am Freitag im Rathaus einen Entwurf mit „dynamischer Ausstrahlung“ vor, wie er ihn selbst beschrieb.

Benedikt Kisner hatte die Aufgabe für den Planer zuvor so beschrieben: „Wir hatten ein vom Zuschnitt her denkbar ungünstiges Grundstück, auf dem wir unsere hohen Ansprüche verwirklicht sehen wollten mit einem Entwurf, der unserem Selbstverständnis entspricht: modern, aufstrebend, zielstrebig.“ Mit dem Ergebnis können sich Kisner und Kruse „super identifizieren“.

Parallel zur Weseler Straße entsteht ein Gebäudekomplex, in dem bis zu 180 Mitarbeiter Platz finden können. Der prägnante vordere Gebäudeteil wird unter anderem eine Gastronomie und ein Fitnessstudio für die Mitarbeiter beherbergen. Auch eine Kindertagesstätte für sieben bis neun Kinder von Mitarbeitern ist geplant. Innenansichten wurden am Freitag noch nicht gezeigt. Kisner erklärte jedoch, man wolle „ein Umfeld schaffen, in dem Arbeit Spaß macht“. Die Fassade werde von Glas dominiert, sagte Architekt Hetkamp, außerdem werde es breite Flure und offene Zonen geben, um viel Kommunikation zu ermöglichen. „Wir wollen eine Art Startup-Flair“, sagte Kisner.

Jürgen Kuhlmann, der Technische Beigeordnete der Stadt Borken, freut sich mit dem prägnanten Neubau auf ein neues „Entrée“ in die Stadt von Südwesten her: „Das passt von der Architektur her wunderbar.“ Die Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing betonte, dass die frühzeitige Einbeziehung der Anwohner durch Stadt und Netgo entscheidend gewesen sei. Am Donnerstag wurde den Nachbarn der Entwurf vorgestellt. Dies sei „beispielhaft“ für kommende Vorhaben. Benedikt Kisner ist sicher, dass man sich gut vertragen werde: „Die zweigeschossige Bauweise ist für alle Beteiligten eine gute Lösung.“

Er hofft, dass der Umzug in das „Rundum-Sorglos-Paket“ Ende des Jahres 2018 über die Bühne gehen kann. Laut Jürgen Kuhlmann ist ein anvisierter Baustart Mitte des kommenden Jahres realistisch. Die restliche Fläche entlang der Weseler Straße bis zu den Einkaufsmärkten hat Netgo als Reserve für weitere Bauabschnitte gekauft. „Das war uns ganz wichtig“, sagt Kisner, „denn wir haben noch viel vor.“

In den kommenden Jahren will die Stadt zudem die Weseler Straße zu einer Allee umbauen. Die Kreuzung zur Weseler Landstraße soll dann ein Kreisverkehr werden. Ein Baustart ist allerdings noch völlig offen, erklärte Jürgen Kuhlmann.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt

Nach BZ-Informationen wird das IT-Unternehmen Netgo von der Landwehr nach Hovesath ziehen. Wie der Neubau aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo zieht nach Informationen der Borkener Zeitung von der Landwehr nach Hovesath. Bestätigen will das Unternehmen den Grundstückskauf allerdings nicht. „Wir prüfen weiterhin mehrere Optionen“, sagt Geschäftsführer Benedikt Kisner auf Anfrage der BZ.

Dabei ist das Geschäft laut verschiedener Quellen beschlossene Sache. Der Stadtrat hat demnach dem Verkauf kurz vor den Sommerferien in nicht öffentlicher Sitzung zugestimmt. Dabei soll es sich um den Streifen zwischen der Weseler Straße und der Wohnbebauung handeln, der von der Weseler Landstraße im Süden über die Nina-Winkel-Straße hinweg bis zum Nahversorgungszentrum im Norden reicht.

Dass Netgo umziehen will, ist seit längerem bekannt (die BZ berichtete). Nur das Ziel war lange offen. Auch ein Umzug in eine Nachbargemeinde soll ernsthaft geprüft worden sein. Das wäre für die Kreisstadt ein herber Verlust gewesen, denn Netgo ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen.

Knapp 100 Mitarbeiter hat das IT-Systemhaus mittlerweile. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Benedikt Kisner. Einige Teilbereiche des Unternehmens mussten bereits vom de-Wynen-Park ausgesiedelt werden. Ein Ausbau des jetzigen Standorts am Eingang des ehemaligen Kasernengeländes, der ursprünglich ebenfalls diskutiert wurde, war in den vergangenen Monaten rasch vom Tisch.

Denn laut Kisner hat Netgo im ersten Halbjahr 2016 noch einmal 50 Prozent Umsatzwachstum verzeichnet. „Fürs Gesamtjahr rechnen wir mit einem Plus von 20 bis 30 Prozent“, sagt er vorsichtig. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 18 Millionen Euro. Mehr Umsatz bedeutet auch mehr Mitarbeiter.

Wie die neue Netgo-Zentrale aussehen soll, ist bisher nicht bekannt. Gerüchteweise soll das Gebäude für die Mitarbeiter aber ein Fitnessstudio und eine Kantine enthalten.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Sven Kauffelt