Das schlechte Wetter bringt den Zeitplan für die neue Netgo-Zentrale etwas durcheinander. Geschäftsführer Benedikt Kisner will vom Ziel aber nicht abweichen: Ende September soll das „Basecamp“ fertig sein.

HOVESATH. Arbeiten bei Netgo soll Spaß machen, das haben sich die Geschäftsführer Patrick Kruse und Benedikt Kisner auf die Fahnen geschrieben. Für die Arbeiter auf der Baustelle des neuen Firmensitzes an der Weseler Straße gilt das aktuell eher nicht. Windböen peitschen den Regen in die oberen Stockwerke. Die haben noch keine Fensterscheiben, weil der Wind das aktuell nicht zulässt. „Sauwetter“, sagt Benedikt Kisner.

Für den angepeilten Fertigstellungstermin Ende September wird es eng, auch weil es beim Fassadenbau Verzögerungen gegeben hat. Der Firmenchef will davon jedoch nichts wissen: „Das muss klappen.“ Schließlich sitzen ihm die Mitarbeiter im Nacken. Die jetzige Zentrale an der Landwehr war ausgelegt für 45 Mitarbeiter. Aktuell arbeiten dort rund 120. In Kisners altem Büro sitzen aktuell elf oder zwölf Leute. „Ich bin vor allem beeindruckt, dass alle dabei noch so viel Spaß haben“, sagt er. Seine Vermutung: „Die Perspektive spielt dabei sicher eine Rolle.“ Verzögerungen wären deshalb weniger witzig.

Neun Millionen Euro investieren Kisner und Kruse in den neuen Firmensitz. Ein Restaurant, ein Fitnessstudio und eine firmeneigene Kita sind die Aushängeschilder des „Basecamps“. Das ist allerdings auch noch nicht in seiner ganzen Länge zu sehen. Der erste Bauabschnitt wird 167 Meter lang sein. Gut 40 davon fehlen noch. Bis Ostern, so der Plan, soll der Rohbau komplett stehen. Für rund 180 Mitarbeiter soll das Gebäude dann zunächst Platz bieten. Später sind weitere Bauabschnitte vorgesehen. Gearbeitet wird dann in transparenten, großen Räumen. Damit es schön wird, muss aber bald der Innenausbau beginnen – am besten ohne Wind.

Quelle: Borkener Zeitung, Sven Kauffelt