Nach BZ-Informationen wird das IT-Unternehmen Netgo von der Landwehr nach Hovesath ziehen. Wie der Neubau aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo zieht nach Informationen der Borkener Zeitung von der Landwehr nach Hovesath. Bestätigen will das Unternehmen den Grundstückskauf allerdings nicht. „Wir prüfen weiterhin mehrere Optionen“, sagt Geschäftsführer Benedikt Kisner auf Anfrage der BZ.

Dabei ist das Geschäft laut verschiedener Quellen beschlossene Sache. Der Stadtrat hat demnach dem Verkauf kurz vor den Sommerferien in nicht öffentlicher Sitzung zugestimmt. Dabei soll es sich um den Streifen zwischen der Weseler Straße und der Wohnbebauung handeln, der von der Weseler Landstraße im Süden über die Nina-Winkel-Straße hinweg bis zum Nahversorgungszentrum im Norden reicht.

Dass Netgo umziehen will, ist seit längerem bekannt (die BZ berichtete). Nur das Ziel war lange offen. Auch ein Umzug in eine Nachbargemeinde soll ernsthaft geprüft worden sein. Das wäre für die Kreisstadt ein herber Verlust gewesen, denn Netgo ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen.

Knapp 100 Mitarbeiter hat das IT-Systemhaus mittlerweile. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Benedikt Kisner. Einige Teilbereiche des Unternehmens mussten bereits vom de-Wynen-Park ausgesiedelt werden. Ein Ausbau des jetzigen Standorts am Eingang des ehemaligen Kasernengeländes, der ursprünglich ebenfalls diskutiert wurde, war in den vergangenen Monaten rasch vom Tisch.

Denn laut Kisner hat Netgo im ersten Halbjahr 2016 noch einmal 50 Prozent Umsatzwachstum verzeichnet. „Fürs Gesamtjahr rechnen wir mit einem Plus von 20 bis 30 Prozent“, sagt er vorsichtig. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 18 Millionen Euro. Mehr Umsatz bedeutet auch mehr Mitarbeiter.

Wie die neue Netgo-Zentrale aussehen soll, ist bisher nicht bekannt. Gerüchteweise soll das Gebäude für die Mitarbeiter aber ein Fitnessstudio und eine Kantine enthalten.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Sven Kauffelt