Aus der Champions League in die Grundschulklasse …

KNUUUUT Reinhardt kommt am 1. Oktober zum Talk in die NETGO-Arena nach Borken

Als Knut Reinhardt über seine Erinnerungen an das Münsterland nachdenkt, fängt er an zu schmunzeln. „Oooohhh“, zieht er den Vokal so lang wie es damals die BVB-Fans liebevoll in der Südkurve taten, als sie „Knuuuut“ riefen, immer wenn der Linksfuß an den Ball kam. „Meine Erinnerung an das Münsterland tut jetzt noch weh“, erzählt Reinhardt, „in Südlohn bin ich mal als 12-Jähriger vom Pferd gefallen.“ Ein Bild mit Symbolcharakter für das Leben der sympathischen Ruhrpottschnauze. Hinfallen. Aufstehen. Immer wieder.

Dabei verlief zunächst alles so vielversprechend. Reinhardt gewann mit dem BVB die Champions League. Er wurde sogar Deutscher Meister und trug siebenmal den Bundesadler auf der Brust. Er hatte alles bis sein Körper streikte. Nach sieben Knieoperationen war mit 32 Jahren endgültig Schluss mit dem Profifußball. „Dann fällst du auf einmal als gefeierter Fußballer von ganz oben nach ganz unten. Ich war ja unqualifiziert und gar nicht richtig vorbereitet auf das Leben danach.“ Ein guter Freund riet ihm auf Lehramt zu studieren, da er doch so gut mit Kindern könne. Der Beginn einer außergewöhnlichen Geschichte, die mit vier versemmelten Prüfungen zu Beginn seines Studiums begann und mittlerweile in der Grundschule eines Dortmunder Problemviertels so etwas wie ein Happy End erlebt.

„Der Fußball hat mir irre viel gegeben, aber die Arbeit in der Schule hat mehr Nachhaltigkeit“, erzählt Reinhardt stolz, der mit seinen Kollegen an der Schule Kleine Kielstraße Kinder aus 20 verschiedenen Nationen unterrichtet. 83 Prozent haben Migrationshintergrund. Einmal, erzählte Knut Reinhardt gegenüber der Süddeutschen Zeitung, haben er und ein paar Kollegen einen Rodelausflug mit Dritt- und Viertklässlern ins Sauerland organisiert. Von Dortmund aus ist man in einer halben Stunde dort, einige Kinder hatten ihre Reisepässe dabei. „Die Eltern dachten, Sauerland sei so etwas wie England oder Deutschland“, sagt Reinhardt. Sie bestiegen einen sanften sauerländischen Hügel, die Kinder rasteten aus vor Aufregung: „Die Berge! Die Berge!“ Genau in solchen Momenten wird ihm dann wieder bewusst, welch Verantwortung er gegenüber den Heranwachsenden hat. „Wenn ich Kinder fit für das Leben mache, ist das eine große Genugtuung.“

Und Stoff für jede Menge Unterhaltsames, wie man in seiner Biografie ‚Wenn Fußball Schule macht‘ nachlesen oder von ihm bald persönlich hören kann. „Ich freue mich auf den Besuch im Münsterland“, erzählt er mir am Telefon. Und ich freue mich mit ihm beim Memoria-NETGO-Talk über seine besondere, außergewöhnliche Geschichte zu sprechen, mit der er schon bei „Markus Lanz“ zu begeistern wusste und Bettina Böttinger beim Kölner Treff bestens unterhielt.

(Text: Jens Watermann)

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