Einfühlsam, weltoffen und redselig zeigte sich Thomas Schaaf am Dienstagabend in Borken. In der Netgo-Arena stand Werder Bremens ehemaliger Trainer Jens Watermann und den etwa 50 Zuhörern Rede und Antwort.

BORKEN. Die große Welt des Fußballs war am Dienstagabend zu Gast in der Netgo-Arena im Borkener Trier. Werder Bremens ehemaliger sehr erfolgreicher Trainer Thomas Schaaf hatte sich aus der Stadt an der Weser auf den Weg nach Borken gemacht, um Jens Watermann, zwei Jahre lang Coach der SG Borken, und den etwa 50 Zuhörern Rede und Antwort zu stehen. „Borken ist ja noch schnell erreichbar“, sagte er über die über 200 Kilometer lange Entfernung, angesichts seiner ansonsten sehr viel längeren Dienstreisen.

Jens Watermann ist neben seinem Beruf als Lehrer auch Mitglied im Verband Deutscher Fußballlehrer und knüpfte dadurch Kontakte zu Thomas Schaaf bei der diesjährigen Fußballlehrer-Tagung in Wolfsburg. „Jens Watermann war so hartnäckig, dass ich einfach zusagen musste, begründete er seine Zusage zu dem Borken-Abstecher. In Zusammenarbeit mit dem Systemhaus Netgo wurde schließlich der lockere Talk vor der neu errichteten Tribüne am SG-Sportplatz realisiert.

Einfühlsam, weltoffen redselig

Und das Kommen hatte sich für die Zuhörer (einige waren zünftig in Werder-Trikots erschienen) gelohnt. Mit Thomas Schaaf stellte sich bei Weitem nicht der knurrige, wortkarge Blonde aus dem hohen Norden vor. Der Dröge, Unterkühlte und Mundfaule, der auf eine diesbezügliche Charakterisierung Johannes B. Kerners antwortete: „Deshalb haben Sie mich ja eingeladen.“ Oder auf die Frage eines jungen Werder-Fans „Können wir das heute gewinnen?“ antwortete: „Wir beiden allein nicht.“

Am Dienstagabend jedenfalls zeigte sich Thomas Schaaf als einfühlsamer, weltoffener redseliger Mensch, der als Teamplayer weiß, dass man einen Erfolg im Fußball nicht allein erreichen kann, sondern dass das nur im Verbund geht. Ebenso gewährte er weite Einblicke in sein Seelenleben.

Watermann begann seine souveräne Moderation mit der Vorstellung des Ehrengastes. Und listete dessen beeindruckenden Lebensdaten auf. So trat der 1961 in Mannheim Geborene 1972 in die Dienste des SV Werder ein, war Spieler und schließlich Cheftrainer des Clubs von der Weser und feierte mit seinem Verein drei Deutsche Meisterschaften, holte fünfmal den DFB-Pokal und wurde 1992 sogar Sieger des Europapokals der Pokalsieger. Vom Fachblatt Kicker wurde er 2004 zum Mann des Jahres sowie zum Kicker-Trainer des Jahres im deutschen Fußball bestimmt. Seine letzte Trainerstation war Hannover 96.

Thomas Schaaf als Botschafter

Doch ohne den Fußball lebt er auch heute nicht. „Das Kribbeln hört nicht auf“, verrät er und berichtet, dass er noch viel unterwegs ist. Sowohl in Sachen Trainerausbildung in den USA und Japan als auch als offizieller Spiele-Beobachter im europäischen Raum. So wird er beim Endspiel der Euro-League ebenso anwesend sein wie auch im Finale der Champions-League.

Ein weit gereister Mann, der sich sehr viel Zeit nahm in Borken und die Fragen aus dem Publikum umfassend beantwortete. Ein Mann, der schwärmt, wenn er von Sir Alex Ferguson spricht und stolz darauf ist, „ihn kennengelernt zu haben.“

Besonders breiten Raum in der Beantwortung einer Publikumsfrage nahm die Stiftung „Trauerland“ ein, bei der sich Thomas Schaaf als Botschafter engagiert. Es geht um Kinder und Jugendliche, die nahe stehende Personen verloren und damit große Probleme haben. „Wir sind eine Anlaufstation, die kostenlos ist und in die jedes Kind und jeder Jugendliche kommen kann, ob arm oder reich“, erklärt Schaaf. Und an einigen Beispielen zeigte sich, wie feinfühlig der Bremer trotz des Haifisch-Beckens Fußball-Bundesliga mit all seinen Widrigkeiten, scharfen Ecken und Verleumdungen geblieben ist.

Am Ende der Veranstaltung konnte er von Patrick Kruse, Geschäftsführer der Netgo GmbH, einen Scheck über 500 Euro für das „Trauerland“ entgegen nehmen. Vielen Zuschauern gab Thomas Schaaf am Ende noch Autogramme.

Quelle: Borkener Zeitung

Autor / Foto: Friedhelm Triphaus

Die Firma Netgo hat der Montessori-Grundschule im Rahmen der Erneuerung ihrer medialen Ausstattung zusätzlich 4 Laptops für den Unterricht gespendet.
Der Umgang mit Medien ist in der heutigen Zeit für die meisten Kinder selbstverständlich. Deswegen erlernen die Schülerinnen und Schüler bereits in der Grundschule den verantwortungsvollen Umgang mit dem PC. Sie erwerben Kenntnisse, Einsichten, Fähigkeiten und Fertigkeiten, um den Herausforderungen in einer von Medien beeinflussten Welt gerecht zu werden.

Die Firma Netgo unterstützt diesen Ansatz und ermöglicht der Montessori-Grundschule mit ihrer Spende, dass die Schülerinnen und Schüler im Unterricht lernen, selbstverständlich und selbständig mit dem Computer umzugehen. Mit Hilfe der Laptops kann das Arbeiten am PC sehr flexibel am eigenen Arbeitsplatz des Schülers/der Schülerin stattfinden und stellt so einen festen Bestandteil der Montessori-Freiarbeit dar. Mit Hilfe verschiedener Lernprogramme können die Schülerinnen und Schüler mit ausgesuchter Lernsoftware arbeiten. Die älteren Schülerinnen und Schüler schreiben erste kleine Texte am PC. Die Viertklässler erstellen im Rahmen des Unterrichts eine Themenarbeit. Hier lernen sie, wie sie effektiv Informationen aus dem Netz nutzen und wie sie ansprechend eine Arbeit gestalten können.

Stellvertretend für alle Schülerinnen und Schüler haben einige Kinder gemeinsam mit den Schulleiterinnen Sandra Gießing und Britta Huvers die Laptops in Empfang genommen.

„Jüngster Partner im IHK-Projekt“ – Gesamtschule Borken-Raesfeld und NETGO kooperieren

Borken/Raesfeld. – Die Gesamtschule Borken-Raesfeld und die NETGO Unternehmensgruppe GmbH in Borken sind offizielle Kooperationspartner im Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen.

Schulleiter Axel Heinz und NETGO-Ausbildungsleiter Klaus Lechtenberg unterzeichneten gestern (24. April) in Borken eine entsprechende Vereinbarung mit der IHK.

Für die Gesamtschule Borken-Raesfeld ist es die erste Partnerschaft in dem IHK-Projekt, für das IT-Unternehmen NETGO die vierte. Hauptziel ist es, die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung sowie die Unternehmen bei der Sicherung des Fachkräftenachwuchses zu unterstützen.

Jüngster Partner im Projekt

Über 390 Partnerschaften zwischen Schulen und Unternehmen hat die IHK Nord Westfalen im Münsterland und in der Emscher-Lippe-Region schon geschlossen. Doch: „So etwas hatten wir noch nie“, berichtet IHK-Mitarbeiterin Melanie Vennemann. Denn die Gesamtschule Borken-Raesfeld ist nicht einmal ein Jahr alt. Bislang gibt es nur die fünfte Jahrgangsstufe. Während die meisten Schulen ihre Partnerunternehmen vor allem für die Berufsorientierung ab der achten Klasse nutzen, „läuft hier die Zusammenarbeit buchstäblich von Anfang an“, freut sich Vennemann über das Engagement beim „jüngsten Partner im Projekt“.

Kooperation vereinbart: Schulleiter Axel Heinz (l.) und NETGO-Ausbildungsleiter Klaus Lechtenberg

Schüler und Lehrer können sich bei Betriebsbesichtigungen über Ausbildungsmöglichkeiten bei dem IT-Dienstleistungsunternehmen informieren und den Arbeitsalltag kennenlernen. „NETGO ist Ansprechpartner in nahezu allen IT-Fragen, angefangen bei der intensiven Analyse und Beratung bis hin zur Installation und Instandhaltung von EDV-Systemen unterschiedlichster Art“, erklärt Ausbildungsleiter Lechtenberg.

Keine Hürden im Kontakt

Kein Problem ist es deshalb für NETGO, der Schule regelmäßig Hardware zur Verfügung zu stellen, um beispielsweise im Fach „Informationstechnische Grundlagen“ den Unterschied zwischen einem PC und einem Server zu veranschaulichen. Damit von Anfang an möglichst keine Hürden im Kontakt zwischen Schülern und Unternehmen entstehen, steht ein Auszubildender als Ansprechpartner zur Verfügung.

Zukünftig sollen Fachkräfte des IT-Unternehmens in den höheren Jahrgangsstufen regelmäßig Veranstaltungen anbieten und zum Beispiel darüber informieren, welche Rolle eine Facebook-Seite bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz spielt. NETGO reserviert außerdem Plätze für Schülerbetriebspraktika und entsendet ihre IHK-Ausbildungsbotschafter in die Schule.

Der richtige Partner für die Gesamtschule

Schulleiter Axel Heinz betont: „Wir freuen uns sehr über diese Partnerschaft unter dem Dach des IHK-Projekts, das unseren Schülern, aber auch den Lehrern die Chance bietet, Betriebe und Ausbildungsberufe hautnah kennenzulernen.“ NETGO sei der richtige Partner für die Gesamtschule, „zumal wir als Schule der Zukunft unseren Schülern den sicheren Umgang mit digitalen Medien vermitteln wollen“, nannte Heinz einen Schwerpunkt.

Bei „Partnerschaft Schule-Betrieb“ gehe es eben nicht nur um Berufsorientierung, erläutert Melanie Vennemann von der IHK. „Beide Seiten profitieren“, betont sie. „Die Schüler erkennen schneller ihre beruflichen Interessen und die Unternehmen bekommen die Chance, frühzeitig Talente zu entdecken und für eine Ausbildung zu begeistern, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken“. Der Schlüssel zum Erfolg „ist das persönliche Kennenlernen“, sagt die IHK-Projektmitarbeiterin.

Kontakt

Die IHK Nord Westfalen bietet allen Schulen und Unternehmen in ihrem Bezirk Unterstützung bei der Anbahnung von Kooperationen an. Ansprechpartnerinnen für das Projekt „Partnerschaft Schule-Betrieb“ sind im Münsterland Inna Gabler, Telefon 0251 707-305, und Melanie Vennemann, Telefon 0251 707-304.

Informationen im Internet: www.ihk-nordwestfalen.de/schule-betrieb

Fotos: IHK
Quelle: Heimatreport

Gemener Einrichtung erhält Plakette für besonderes Engagement

Die Kita St. Marien aus Gemen wurde jetzt bereits zum zweiten Mal als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet. Im Rahmen eines Forschernachmittags nahm die Leiterin Gabi Paus jetzt die Auszeichnung von Veronika Droste, Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken, entgegen. Die Kita erhält die offizielle Plakette aufgrund ihres Engagements bei der Förderung frühkindlicher Bildung in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik.

In den „Häusern der kleinen Forscher“ gehören Forschen und Experimentieren zum Alltag. Forschen mit verschiedensten Forschermaterialien wie Pipetten, Waagen, Lupen und vielen Alltagsgegenständen wie Litermaße, Strohhalme oder Spiegeln stehen den Kindern in der Kita St. Marien zur Verfügung und zeigen die Vielfalt des Projekts. Unter anderem überzeugte die Kita mit ihrem großen Weltall-Projekt, mit der sich die Kita beim „Haus der kleinen Forscher“ um die neue Plakette beworben hatte. Die Kinder hatten viel Freude beim Forschen zu Planeten, den Sternen und der Entstehung von Tag und Nacht. Mit Äußerungen wie „Vielleicht ist das Wasser in den Vulkanen auf den Planeten rot?“,“ oder „die Sonne besteht aus Feuer“ sprachen sie ihre Beobachtungen und Schlussfolgerungen aus.

„Kinder lieben Wiederholungen, manchmal ist es einfach besser das Gleiche häufiger in kleinen Variationen durchzuführen als immer wieder Neues einzubringen“, so die Erfahrung der Pädagoginnen der Einrichtung.

Veronika Droste freut sich über die die Bereitschaft und die Offenheit der Einrichtung sich mit den naturwissenschaftlichen und technischen Fragestellungen der Kinder auseinanderzusetzen. Seit einiger Zeit bilden sich mehrere pädagogische Fachkräfte der Einrichtung regelmäßig fort in „Haus der kleinen Forscher“-Schulungen fort, um die Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise kompetent begleiten zu können. So können die Kinder beim Experimentieren mit Hilfe der didaktisch und methodisch geschulten Erzieherinnen den Phänomenen aus Naturwissenschaft und Technik besser auf den Grund gehen.

Möglich wird dies durch die gemeinsame Initiative der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken (WFG), die das Projekt bereits seit einigen Jahren erfolgreich im Kreis Borken umsetzt sowie durch die finanzielle Unterstützung der Kita durch den Unternehmenspaten „NETGO“ aus Borken/Gemen.

Über das „Haus der kleinen Forscher“

Haus-der-kleinen-forscher

Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ ist eine bundesweit arbeitende Initiative zur Förderung der technisch naturwissenschaftlichen Bildung. Mit Fortbildungsangeboten und Materialien unterstützt das „Haus der kleinen Forscher“ pädagogische Fachkräfte dabei, Mädchen und Jungen im Alter  von 3-10 Jahren im Bereich der Naturwissenschaften zu begleiten und zu fördern.

Für die Verbreitung des Angebots gewinnt die Stiftung auf regionaler Ebene Kooperationspartner, die sogenannten lokalen Netzwerke. Für die Kindertageseinrichtungen und offenen Ganztagsbereiche der Grundschulen aus dem Kreis Borken ist die WFG für den Kreis Borken mbH Umsetzungspartner der Initiative.

Um für das erfolgreiche Projekt eine nachhaltige Finanzierungsstruktur im Kreis Borken zu sichern, setzt sich die WFG als lokales Netzwerk dafür ein, neben einigen VR Banken aus dem Kreis für jede interessierte Einrichtung einen Unternehmenspaten zu gewinnen und damit dem Fachkräftemangel in den MINT Fächern auf lange Sicht entgegen zu wirken.

www.haus-der-kleinen-forscher.de

Bocholt/Oude IJsselstreek. „Praktische Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg“ hieß das Motto der Einladung an die Unternehmer aus dem Achterhoek und der Region rund um Bocholt zu dem gestrigen Eröffnungsabend des Internationalen Netzwerkbüros im Hotel „Am Erzengel“ in Bocholt. Eingeladen hatten die Bocholter Wirtschaftsförderung und die Gemeinde Oude IJsselstreek als Projektpartner.

„Live Xing und LinkedIN“

Ins Gespräch zu kommen, sich kennen zu lernen, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu erfahren waren die Inhalte der mit mehr als 100 Teilnehmern gut besuchten Veranstal­tung. Zwei gut aufgelegte Moderatoren, Myriam Bergervoet (Gemeinde Oude IJsselstreek) und Wendelin Knuf (Wirtschaftsförderung Bocholt) führten auf Niederländisch und auf Deutsch durch den Abend. Dieser begann zur Auflockerung mit einem Videozusammen­schnitt, der anhand des Themas Fußball verschiedener Aspekte der deutschen und der nie­derländen Kultur aufzeigte, was zu allgemeiner Erheiterung führte. Mit der interaktiven Aktion „Live Xing und LinkedIN“ waren die Teilnehmer gefordert, real und live darzustellen, wie schnell ein Netzwerk entsteht.

Offizielle Übergabe der Urkunde durch die Euregio Rhein-Waal

Elisabeth Kroesen als 1. stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Bocholt und Bert Kuster als Wethouder der Gemeinde Oude IJsselstreek  kamen zum Gespräch auf das Podium, berichteten über ihre Erfahrungen mit dem jeweils anderen Land und betonten, dass dieses Projekt für beide Kommunen einen hohen Stellenwert habe. Sjoerd Zoete überreichte als Vertreter der Euregio Rhein-Waal Elisabeth Kroesen und Bert Kuster jeweils eine gerahmte Urkunde, mit denen die Eröffnung dieses Interreg-Projektes „Internationales Netzwerkbüro“ offiziell dokumentiert wird. Über verschiedene Interreg-Förderprogramme bestünden die Möglichkeiten, noch viele weitere Projekte im Grenzraum finanziell zu unterstützen.

Generalkonsul des Königreichs der Niederlande zu Gast

Mit Ton Lansink als Generalkonsul des Königreichs der Niederlande war ein hochkarätiger Gast aus Düsseldorf zu Besuch, der das Projekt sehr begrüßte und betonte, dass es dazu beitragen wird, die Kooperation der Unternehmer grenzüberschreitend in der Region zu för­dern.

Impulsvortrag und Praxisbericht

Henk Smits als D-NL-Experte für Standortfragen und Marketing brachte anschließend das Thema „Wirtschaftsförderung in Deutschland vs. Wirtschaftsförderung in den Niederlanden“ umfangreich zur Sprache. Er berichtete aus seinem reichen Erfahrungsschatz, ging auf Knackpunkte sowie gemeinsame Wirtschaftsthemen der grenzschreitenden Zusammenarbeit ein und nannte Ideen für die Verwirklichung einer Unternehmensgründung auf beiden Seiten der Grenze.

Benedikt Kisner gab als einer der beiden Geschäftsführer der Netgo Unternehmensgruppe GmbH und Netgo B.V. Einblicke in die grenzenlosen Möglichkeiten und möglichen Stolper­steine bei der Expansion mit einer deutschen Firma in die Niederlande. Nachdem er 2007 die Fa. Netgo mit Patrick Kruse gegründet hatte, hatte er wieder „Lust auf neue Herausforde­rungen“. Die Niederländische Mentalität komme seinem Naturell sehr entgegen.  Und da man sowieso bereits einige niederländische Kunden habe, der Hauptfirmensitz in Borken wie auch die Filiale im Technologiepark Bocholt grenznah liegen, habe man in Aalten die Netgo B.V. gegründet. Von verschiedenen Herangehensweisen an grenzüberschreitende Projekte über rechtliche Unterschiede bis hin zu kulturell komplett anderen Verhaltensweisen nahm er die Zuhörer mit. „In der niederländischen Unternehmenskultur ist der Mensch wichtiger als die Funktion bzw. der Status – das ist augenfällig“, meinte Kisner. Die Unternehmens­gründung in den Niederlanden sei für sein Unternehmen ein guter und richtiger Schritt gewe­sen. „Dank unserer mittlerweile sechs niederländischen Mitarbeiter meistern wir nicht nur die sprachlichen, sondern auch die Hürden im täglichen grenzüberschreitenden Geschäft.“

„Toast“ auf das Internationale Netzwerkbüro

Mit einem „Toast“ der Projektverantwortlichen Wendelin Knuf,  Bob Wentink und Myriam Bergervoet sowie des Projekt-Matchmakers Ronald Cieraad endete der offizielle Teil des Abends. Im Anschluss wurde bei Fingerfood und Getränken das live-Netzwerken vertieft. Der Bitte um Feedback zur Veranstaltung entsprachen fast alle Teilnehmer: Die Box mit dem lachenden Smiley war gut gefüllt.

Weitere Veranstaltungen

Die nächsten Veranstaltungen des Internationalen Netzwerkbüros sind schon geplant: am 28. März ein gemeinsamer Besuch des DNHK-Hollandtags in Düsseldorf, am 6. April ein Unternehmerfrühstück bei der Firma KIP GmbH in Bocholt (gemeinsam mit der IHK Bocholt), im Juni ein Besuch des Burgers‘ Zoo in Arnheim und am 1. Juli der erste grenzüberschrei­tende Techniktag in Bocholt an der Industriestraße (in den früheren Herding-Hallen).

Zum Hintergrund des Interreg-Projektes

Das Interreg V-Projekt „Internationales Netzwerkbüro“ mit einer Laufzeit von zwei Jahren ist Ende 2016 gestartet. Es handelt sich dabei um eine Servicestelle für Unternehmen, die grenzüberschreitend aktiv werden wollen. In den beiden federführenden Gemeinden – Bocholt und Oude IJsselstreek – stehen Ansprechpartner zur Verfügung, um Anfragen von Unternehmen entgegen zu nehmen und bei Bedarf ein Erstgespräch mit einem sogenannten Matchmaker zu vereinbaren, der eine zentrale Rolle einnimmt. Weitere aktuelle Informa­tionen zu dem Projekt auf www.bocholt.de/wirtschaft oder auf www.internationales-netwerkbuero.de.

 

Quelle / Fotos:

Wirtschaftsförderungs- und Stadtmarketing Gesellschaft Bocholt mbH & Co KG
Astrid Lukas
Osterstrasse 23
46399 Bocholt
Tel: 02871/294933-13
www.bocholt.de
lukas@bocholt-wirtschaftsförderung.de

Borkener IT-Spezialist übernimmt hessisches Systemhaus mit 45 Mitarbeitern

Die Borkener NETGO Unternehmensgruppe hat das Jahr 2016 mit einem Plus von 54 % einen neuen Rekordumsatz von 28,5 Mio. Euro erzielt. Mit dem Plus von zehn Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr, wurden die Ziele klar übertroffen. Auch bei der Anzahl der Mitarbeiter zeigt die Kurve mit über 120 Angestellten stetig nach oben. „Das Ergebnis spiegelt unseren soliden Wachstumskurs der letzten Jahre wieder“, bewertet Geschäftsführer Benedikt Kisner den Geschäftsabschluss.

Pressefoto CompuTech und NETGO

„2016 war ein sehr spannendes Jahr für uns“, so Geschäftsführer Patrick Kruse. Rückwirkend zum 01. Oktober 2016 unterzeichneten Kisner und Kruse, Ende vergangenen Jahres, den Kaufvertrag des hessischen Systemhauses CompuTech Hard- und Software GmbH. „Die Geschäftsführer der CompuTech werden in den nächsten Jahren ihren Ruhestand antreten – mit der Übernahme wurde das Unternehmen frühzeitig in neue Hände gegeben, so wollen wir gemeinsam eine sinnvolle Weiterentwicklung des Unternehmens gewährleisten“, erklärt Benedikt Kisner. Das Produktportfolio, das Know How und auch der Standort würden hervorragend in die „NETGO-Strategie“ passen, so Kisner weiter. Die bisherigen Geschäftsführer der CompuTech bleiben bis zu ihrem Ruhestand in ihrer Position aktiv. Das Unternehmen bleibt innerhalb der NETGO Unternehmensgruppe eigenständig. Auch werden alle 45 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Die CompuTech Hard- und Software GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von zehn Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt die NETGO Unternehmensgruppe nach der Übernahme der CompuTech rund 170 Mitarbeiter und erreicht einen konsolidierten Jahresumsatz von rund 38 Mio. EUR.

Neben der CompuTech-Übernahme hat NETGO auch die Fühler in die Niederlande ausgestreckt: Anfang 2016 wurde in Aalten die NETGO b.v. gegründet – Geschäftsführer Patrick Kruse bezeichnet diesen Schritt als eine große Herausforderung: „Der niederländische Markt funktioniert ganz anders. Wir fangen hier sozusagen noch einmal ganz von vorn an“, erklärt Kruse.

Auch in Deutschland wird das Wachstum weiter vorangetrieben. Die Ende 2015 eröffnete Niederlassung in Münster hat sehr gut Fahrt aufgenommen, auch in Hannover wurde ein neuer Standort bezogen. Zusammen mit der NETGO b.v. in Aalten, der CompuTech Hard- und Software GmbH in Linden und Marburg unterhält die NETGO Unternehmensgruppe in Ahaus, Bocholt, Borken, Bottrop, Coesfeld und Gießen somit inzwischen elf Standorte – aber damit noch nicht genug: In den kommenden Tagen steht die Eröffnung einer Vertretung in Gütersloh auf der Agenda. „Gütersloh ist für uns ein sehr attraktiver Standort, da wir so unser Niederlassungsnetz im Münsterland, Ruhrgebiet, Niedersachen, Hessen und den Niederlanden nun auch in Ostwestfalen ausbauen können. Die geografische Nähe zu unseren Kunden ist sehr wichtig, gerade in diesen Zeiten reicht es nicht, sich nur breit aufzustellen und ein vielfältiges Produkt- und Serviceportfolio in petto zu haben“, beschreibt Kruse den Grund für das außergewöhnlich dichte Niederlassungsnetz und fügt an, dass weitere Niederlassungen in Planung seien.

Der Stammsitz der NETGO Unternehmensgruppe in Borken platzt mittlerweile aus allen Nähten – ein Wachstum an der Landwehr ist nicht mehr möglich. Aus diesem Grund plant der IT-Spezialist im Westen der Stadt einen Neubau. „Der Spatenstich ist noch für dieses Jahr geplant. Zukünftig wollen wir bereits mit dem ersten Bauabschnitt am neuen Standort bis zu 180 Mitarbeitern einen hochwertigen Arbeitsplatz bieten“, erläutert Kisner die Pläne. Der Umzug an die Weseler Straße sei für Ende 2018 geplant. „Bis dahin werden wir an der Landwehr mit Bürocontainern improvisieren müssen“, so Kisner weiter. Die Mitarbeiter können sich am neuen Standort auf einen außergewöhnlich, reizvollen Arbeitsplatz freuen. Um auch in Zukunft ein lukrativer Arbeitgeber für vorhandene und neue Fachkräfte zu bleiben, wird an der Sonderausstattung des Neubaus nicht gespart. So stehen derzeit ein eigenes Fitness-Center, Gastronomie und sogar eine eigene Kindertagespflege auf dem Bauplan.

Der Umzug des Hauptsitzes passt in den allgemeinen Erweiterungskurs – im Sommer gründeten Kisner und Kruse die NETGO Consulting. „Es wächst ja nicht nur der Kundenstamm, auch die IT-Anforderungen wachsen mit“, so Patrick Kruse. „Darum ist der neue Geschäftsbereich Consulting eine sinnvolle und logische Ergänzung unserer Servicepalette.“ Das Consulting-Team bietet IT-Beratung auf höchstem Niveau und unterstützt insbesondere Unternehmen, mit extrem umfangreicher und komplexer IT-Infrastruktur. Zur NETGO Unternehmensgruppe gehören neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Reseller-Solutions und Consulting auch die Data Westfalia GmbH und die SILA Consulting GmbH.

Mit ihrem Angebot in den sieben Unternehmensbereichen ist die NETGO auf dem Sektor der IT-Servicedienstleistungen, Hard- und Softwarelösungen, Beratungsdienstleistungen, Cloud-Services, Informationssicherheit und Großhandel sehr flexibel aufgestellt. „Um für die Zukunft spontaner und flexibler agieren zu können, war es für uns eine logische Konsequenz die NETGO Unternehmensgruppe GmbH zu gründen“, so Kruse. Mit dem ganzheitlichen Konzept decke die Gruppe alle Geschäftsbereiche nahtlos ab.

NETGO ist seit zehn Jahren erfolgreich in der IT-Branche unterwegs. Die ersten Verträge wurden im Januar 2007 noch am Standort in Raesfeld unterzeichnet. In diesem Jahr wird das Jubiläum mit den Mitarbeitern, Kunden, Herstellern und Lieferanten gefeiert. Kisner und Kruse unisono: „Wir sind unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr dankbar für die vergangenen 10 Jahre. Dies wollen wir in einer außergewöhnlichen Veranstaltung zum Ausdruck bringen.“ Die Planungen für die Geburtstagsparty im Sommer 2017 laufen bereits in vollen Zügen.

NETGO Unternehmensgruppe erweitert Niederlassungsnetz in Gütersloh

Mit einer neuen Niederlassung in Gütersloh ist die im Münsterland führende NETGO Unternehmensgruppe seit dem 01. Februar auch in Ostwestfalen ansässig. „Durch die Eröffnung sind wir auch in der Region um Gütersloh noch schneller, noch näher am Kunden – jetzt sind wir jederzeit in der Lage dem Kunden unser breites Wissen und den effizienten Service anbieten zu können“, untermauert NETGO-Niederlassungsleiter Dirk Vogeler diesen Schritt.

„Gütersloh ist für uns ein sehr attraktiver Standort, da wir unseren ausgefeilten Service mit dem engen Niederlassungsnetz im Münsterland, Ruhrgebiet, Niedersachen, Hessen und den Niederlanden nun auch in Ostwestfalen anbieten können. Die geografische Nähe zu unseren Kunden ist sehr wichtig, gerade in diesen Zeiten reicht es nicht, ein dichtes Niederlassungsnetz und ein vielfältiges Produkt- und Serviceportfolio vorweisen zu können“, beschreibt Vogeler den Grund für die Eröffnung auf der Winkelstraße. „Wir bieten keine einzelnen Produkte, viel mehr kommen bei uns ganzheitliche Lösungen aus einer Hand zum Zuge. Mit individuell zugeschnittenen und vor allem sicheren Konzepten tragen wir so auch zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Kunden bei“, so Vogeler über die Arbeitsweise der NETGO Unternehmensgruppe.

Die im münsterländischen Borken ansässige NETGO Unternehmensgruppe hat im vergangenen Jahr ein Rekordumsatz von 28,5 Millionen Euro erzielt. Die 120 Mitarbeiter zählen mit ihrem Angebot in sieben Unternehmensbereichen auf dem Sektor der IT-Servicedienstleistungen, Hard- und Softwarelösungen, Beratungsdienstleistungen, Cloud-Services, Informationssicherheit und Großhandel zu den größeren Playern in der Branche. In der NETGO Unternehmensgruppe sind neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Reseller-Solutions und Consulting auch die Data Westfalia GmbH und die SILA Consulting GmbH unter einem Dach. Die Münsterländer betreuen neben größeren Unternehmen in der breiten Masse vor allem kleine und mittelständische Kunden. Dabei arbeiten sie mit führenden Herstellern der IT-Branche zusammen, wie z.B. HP Deutschland, Hewlett Packard Enterprise, Barracuda, LANCOM, Matrix 42, Swyx, Sophos, Docusnap, VM Ware, Veeam oder auch Microsoft. Durch diese Zusammenarbeit ist das Unternehmen in der Lage Support und Wartungskonzepte spezifisch auf den Kunden zu zuschneiden. Bestes Beispiel ist Managed Service – eine systematische IT-Betreuung, bei der das Systemhaus eine neue Methode entwickelt hat, die IT-Infrastruktur sicher zu managen. Genau dieser „Rund-um-Uhr-Service“ wurde von der Initiative Mittelstand mit dem Innovationspreis-IT BEST OF 2016 ausgezeichnet.

Ende des Jahres hat die Unternehmensgruppe die CompuTech Hard- und Software GmbH in Linden und Marburg mit 45 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zehn Millionen Euro gekauft. Zusammen mit CompuTech und der NETGO b.v. im niederländischen Aalten unterhält die NETGO Unternehmensgruppe in Ahaus, Bocholt, Borken, Bottrop, Coesfeld, Gießen, Hannover und Münster mit der Niederlassung in Gütersloh inzwischen zwölf Standorte. Insgesamt beschäftigt die NETGO Unternehmensgruppe nach der CompuTech-Übernahme nun rund 170 Mitarbeiter und erreicht konsolidiert einen Jahresumsatz von rund 38 Mio. Euro.

NETGO ist seit zehn Jahren erfolgreich in der IT-Branche unterwegs. Das große Plus des Unternehmens sind die ausgebildeten Fachkräfte – darüber hinaus legt die Unternehmensgruppe besonderen Wert auf die eigene Ausbildung künftiger Fachkräfte, was die Ausbildungsquote von 10% zeigt. Die Mitarbeiter bilden mit ihrem Know-how und ihrem partnerschaftlichen Kontakt zu den Kunden das Fundament der hohen Qualität.

Die NETGO Unternehmensgruppe investiert weiter in seine Unternehmensstruktur: Rückwirkend zum 01.10.2016 haben die Borkener das IT-Systemhaus CompuTech im hessischen Linden bei Gießen übernommen.

Für die NETGO sei die Übernahme ein absoluter Glücksgriff, freuen sich Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse. Das Produktportfolio der NETGO und der CompuTech würde sich hervorragend ergänzen, auch oder gerade menschlich wären beide Unternehmen auf einer Wellenlänge.

Bei CompuTech gab es zu keiner Zeit Handlungsbedarf, die bisherigen Geschäftsführer wollten das Systemhaus aber frühzeitig in neue Hände geben, damit eine Weiterentwicklung sinnvoll fortgeführt wird. Alle Mitarbeiter sollten auch über das Rentenalter der bisherigen Inhaber hinaus eine sichere Zukunft haben. Das sei auch ein besonders nachhaltiges Zeichen für Mitarbeiter und Kunden, erläutert NETGO-Geschäftsführer Patrick Kruse diesen Schritt. Für die Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten ändert sich nichts. CompuTech bleibe weiterhin eigenständig, auch die Geschäftsführer Thomas Bach und Manfred Ulmer bleiben weiterhin in der Geschäftsführung. Auch die dritte Führungskraft im Bunde, Barbara Bach, wird weiterhin im Unternehmen tätig sein, wenn auch auf eigenen Wunsch nicht mehr in ihrer bisherigen Position als Geschäftsführerin.

Die CompuTech Hard- und Software GmbH wurde 1987 gegründet, beschäftigt inzwischen 45 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 10 Mio. Euro. Neben der Beratung, Planung, Umsetzung und Support von Server- und Storage- sowie Netzwerke- und IT-Security-Lösungen bietet CompuTech mit Co.BRA ein eigen entwickeltes DMS-System mit dessen Hilfe Unternehmensprozesse abgebildet und dokumentiert werden können.

Das IT-Unternehmen Netgo plant eine neue Zentrale im Borkener Westen (die BZ berichtete). Am Freitag stellten die Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse die Pläne für das „Rundum-Sorglos-Paket“ vor.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo hat am Freitag seine Pläne für eine neue Firmenzentrale im Borkener Westen vorgestellt. Zwischen der Weseler Landstraße und der Weseler Straße entsteht ein langgezogener Gebäudekomplex mit über 5100 Quadratmetern Nutzfläche. Die Investitionssumme beziffern die Netgo-Geschäftsführer Patrick Kruse und Benedikt Kisner auf rund acht Millionen Euro.

Das Unternehmen hat entlang der Weseler Straße eine Fläche von 21.000 Quadratmeter von der Stadt Borken gekauft (die BZ berichtete). Etwa ein Drittel davon soll ab Mitte kommenden Jahres bebaut werden. Der Borkener Architekt Jörg Hetkamp stellte am Freitag im Rathaus einen Entwurf mit „dynamischer Ausstrahlung“ vor, wie er ihn selbst beschrieb.

Benedikt Kisner hatte die Aufgabe für den Planer zuvor so beschrieben: „Wir hatten ein vom Zuschnitt her denkbar ungünstiges Grundstück, auf dem wir unsere hohen Ansprüche verwirklicht sehen wollten mit einem Entwurf, der unserem Selbstverständnis entspricht: modern, aufstrebend, zielstrebig.“ Mit dem Ergebnis können sich Kisner und Kruse „super identifizieren“.

Parallel zur Weseler Straße entsteht ein Gebäudekomplex, in dem bis zu 180 Mitarbeiter Platz finden können. Der prägnante vordere Gebäudeteil wird unter anderem eine Gastronomie und ein Fitnessstudio für die Mitarbeiter beherbergen. Auch eine Kindertagesstätte für sieben bis neun Kinder von Mitarbeitern ist geplant. Innenansichten wurden am Freitag noch nicht gezeigt. Kisner erklärte jedoch, man wolle „ein Umfeld schaffen, in dem Arbeit Spaß macht“. Die Fassade werde von Glas dominiert, sagte Architekt Hetkamp, außerdem werde es breite Flure und offene Zonen geben, um viel Kommunikation zu ermöglichen. „Wir wollen eine Art Startup-Flair“, sagte Kisner.

Jürgen Kuhlmann, der Technische Beigeordnete der Stadt Borken, freut sich mit dem prägnanten Neubau auf ein neues „Entrée“ in die Stadt von Südwesten her: „Das passt von der Architektur her wunderbar.“ Die Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing betonte, dass die frühzeitige Einbeziehung der Anwohner durch Stadt und Netgo entscheidend gewesen sei. Am Donnerstag wurde den Nachbarn der Entwurf vorgestellt. Dies sei „beispielhaft“ für kommende Vorhaben. Benedikt Kisner ist sicher, dass man sich gut vertragen werde: „Die zweigeschossige Bauweise ist für alle Beteiligten eine gute Lösung.“

Er hofft, dass der Umzug in das „Rundum-Sorglos-Paket“ Ende des Jahres 2018 über die Bühne gehen kann. Laut Jürgen Kuhlmann ist ein anvisierter Baustart Mitte des kommenden Jahres realistisch. Die restliche Fläche entlang der Weseler Straße bis zu den Einkaufsmärkten hat Netgo als Reserve für weitere Bauabschnitte gekauft. „Das war uns ganz wichtig“, sagt Kisner, „denn wir haben noch viel vor.“

In den kommenden Jahren will die Stadt zudem die Weseler Straße zu einer Allee umbauen. Die Kreuzung zur Weseler Landstraße soll dann ein Kreisverkehr werden. Ein Baustart ist allerdings noch völlig offen, erklärte Jürgen Kuhlmann.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt

Nach BZ-Informationen wird das IT-Unternehmen Netgo von der Landwehr nach Hovesath ziehen. Wie der Neubau aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo zieht nach Informationen der Borkener Zeitung von der Landwehr nach Hovesath. Bestätigen will das Unternehmen den Grundstückskauf allerdings nicht. „Wir prüfen weiterhin mehrere Optionen“, sagt Geschäftsführer Benedikt Kisner auf Anfrage der BZ.

Dabei ist das Geschäft laut verschiedener Quellen beschlossene Sache. Der Stadtrat hat demnach dem Verkauf kurz vor den Sommerferien in nicht öffentlicher Sitzung zugestimmt. Dabei soll es sich um den Streifen zwischen der Weseler Straße und der Wohnbebauung handeln, der von der Weseler Landstraße im Süden über die Nina-Winkel-Straße hinweg bis zum Nahversorgungszentrum im Norden reicht.

Dass Netgo umziehen will, ist seit längerem bekannt (die BZ berichtete). Nur das Ziel war lange offen. Auch ein Umzug in eine Nachbargemeinde soll ernsthaft geprüft worden sein. Das wäre für die Kreisstadt ein herber Verlust gewesen, denn Netgo ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen.

Knapp 100 Mitarbeiter hat das IT-Systemhaus mittlerweile. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Benedikt Kisner. Einige Teilbereiche des Unternehmens mussten bereits vom de-Wynen-Park ausgesiedelt werden. Ein Ausbau des jetzigen Standorts am Eingang des ehemaligen Kasernengeländes, der ursprünglich ebenfalls diskutiert wurde, war in den vergangenen Monaten rasch vom Tisch.

Denn laut Kisner hat Netgo im ersten Halbjahr 2016 noch einmal 50 Prozent Umsatzwachstum verzeichnet. „Fürs Gesamtjahr rechnen wir mit einem Plus von 20 bis 30 Prozent“, sagt er vorsichtig. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 18 Millionen Euro. Mehr Umsatz bedeutet auch mehr Mitarbeiter.

Wie die neue Netgo-Zentrale aussehen soll, ist bisher nicht bekannt. Gerüchteweise soll das Gebäude für die Mitarbeiter aber ein Fitnessstudio und eine Kantine enthalten.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Sven Kauffelt