Borkener IT-Spezialist übernimmt hessisches Systemhaus mit 45 Mitarbeitern

Die Borkener NETGO Unternehmensgruppe hat das Jahr 2016 mit einem Plus von 54 % einen neuen Rekordumsatz von 28,5 Mio. Euro erzielt. Mit dem Plus von zehn Millionen Euro, im Vergleich zum Vorjahr, wurden die Ziele klar übertroffen. Auch bei der Anzahl der Mitarbeiter zeigt die Kurve mit über 120 Angestellten stetig nach oben. „Das Ergebnis spiegelt unseren soliden Wachstumskurs der letzten Jahre wieder“, bewertet Geschäftsführer Benedikt Kisner den Geschäftsabschluss.

Pressefoto CompuTech und NETGO

„2016 war ein sehr spannendes Jahr für uns“, so Geschäftsführer Patrick Kruse. Rückwirkend zum 01. Oktober 2016 unterzeichneten Kisner und Kruse, Ende vergangenen Jahres, den Kaufvertrag des hessischen Systemhauses CompuTech Hard- und Software GmbH. „Die Geschäftsführer der CompuTech werden in den nächsten Jahren ihren Ruhestand antreten – mit der Übernahme wurde das Unternehmen frühzeitig in neue Hände gegeben, so wollen wir gemeinsam eine sinnvolle Weiterentwicklung des Unternehmens gewährleisten“, erklärt Benedikt Kisner. Das Produktportfolio, das Know How und auch der Standort würden hervorragend in die „NETGO-Strategie“ passen, so Kisner weiter. Die bisherigen Geschäftsführer der CompuTech bleiben bis zu ihrem Ruhestand in ihrer Position aktiv. Das Unternehmen bleibt innerhalb der NETGO Unternehmensgruppe eigenständig. Auch werden alle 45 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten. Die CompuTech Hard- und Software GmbH erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von zehn Millionen Euro. Insgesamt beschäftigt die NETGO Unternehmensgruppe nach der Übernahme der CompuTech rund 170 Mitarbeiter und erreicht einen konsolidierten Jahresumsatz von rund 38 Mio. EUR.

Neben der CompuTech-Übernahme hat NETGO auch die Fühler in die Niederlande ausgestreckt: Anfang 2016 wurde in Aalten die NETGO b.v. gegründet – Geschäftsführer Patrick Kruse bezeichnet diesen Schritt als eine große Herausforderung: „Der niederländische Markt funktioniert ganz anders. Wir fangen hier sozusagen noch einmal ganz von vorn an“, erklärt Kruse.

Auch in Deutschland wird das Wachstum weiter vorangetrieben. Die Ende 2015 eröffnete Niederlassung in Münster hat sehr gut Fahrt aufgenommen, auch in Hannover wurde ein neuer Standort bezogen. Zusammen mit der NETGO b.v. in Aalten, der CompuTech Hard- und Software GmbH in Linden und Marburg unterhält die NETGO Unternehmensgruppe in Ahaus, Bocholt, Borken, Bottrop, Coesfeld und Gießen somit inzwischen elf Standorte – aber damit noch nicht genug: In den kommenden Tagen steht die Eröffnung einer Vertretung in Gütersloh auf der Agenda. „Gütersloh ist für uns ein sehr attraktiver Standort, da wir so unser Niederlassungsnetz im Münsterland, Ruhrgebiet, Niedersachen, Hessen und den Niederlanden nun auch in Ostwestfalen ausbauen können. Die geografische Nähe zu unseren Kunden ist sehr wichtig, gerade in diesen Zeiten reicht es nicht, sich nur breit aufzustellen und ein vielfältiges Produkt- und Serviceportfolio in petto zu haben“, beschreibt Kruse den Grund für das außergewöhnlich dichte Niederlassungsnetz und fügt an, dass weitere Niederlassungen in Planung seien.

Der Stammsitz der NETGO Unternehmensgruppe in Borken platzt mittlerweile aus allen Nähten – ein Wachstum an der Landwehr ist nicht mehr möglich. Aus diesem Grund plant der IT-Spezialist im Westen der Stadt einen Neubau. „Der Spatenstich ist noch für dieses Jahr geplant. Zukünftig wollen wir bereits mit dem ersten Bauabschnitt am neuen Standort bis zu 180 Mitarbeitern einen hochwertigen Arbeitsplatz bieten“, erläutert Kisner die Pläne. Der Umzug an die Weseler Straße sei für Ende 2018 geplant. „Bis dahin werden wir an der Landwehr mit Bürocontainern improvisieren müssen“, so Kisner weiter. Die Mitarbeiter können sich am neuen Standort auf einen außergewöhnlich, reizvollen Arbeitsplatz freuen. Um auch in Zukunft ein lukrativer Arbeitgeber für vorhandene und neue Fachkräfte zu bleiben, wird an der Sonderausstattung des Neubaus nicht gespart. So stehen derzeit ein eigenes Fitness-Center, Gastronomie und sogar eine eigene Kindertagespflege auf dem Bauplan.

Der Umzug des Hauptsitzes passt in den allgemeinen Erweiterungskurs – im Sommer gründeten Kisner und Kruse die NETGO Consulting. „Es wächst ja nicht nur der Kundenstamm, auch die IT-Anforderungen wachsen mit“, so Patrick Kruse. „Darum ist der neue Geschäftsbereich Consulting eine sinnvolle und logische Ergänzung unserer Servicepalette.“ Das Consulting-Team bietet IT-Beratung auf höchstem Niveau und unterstützt insbesondere Unternehmen, mit extrem umfangreicher und komplexer IT-Infrastruktur. Zur NETGO Unternehmensgruppe gehören neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Reseller-Solutions und Consulting auch die Data Westfalia GmbH und die SILA Consulting GmbH.

Mit ihrem Angebot in den sieben Unternehmensbereichen ist die NETGO auf dem Sektor der IT-Servicedienstleistungen, Hard- und Softwarelösungen, Beratungsdienstleistungen, Cloud-Services, Informationssicherheit und Großhandel sehr flexibel aufgestellt. „Um für die Zukunft spontaner und flexibler agieren zu können, war es für uns eine logische Konsequenz die NETGO Unternehmensgruppe GmbH zu gründen“, so Kruse. Mit dem ganzheitlichen Konzept decke die Gruppe alle Geschäftsbereiche nahtlos ab.

NETGO ist seit zehn Jahren erfolgreich in der IT-Branche unterwegs. Die ersten Verträge wurden im Januar 2007 noch am Standort in Raesfeld unterzeichnet. In diesem Jahr wird das Jubiläum mit den Mitarbeitern, Kunden, Herstellern und Lieferanten gefeiert. Kisner und Kruse unisono: „Wir sind unseren Kunden und Geschäftspartnern sehr dankbar für die vergangenen 10 Jahre. Dies wollen wir in einer außergewöhnlichen Veranstaltung zum Ausdruck bringen.“ Die Planungen für die Geburtstagsparty im Sommer 2017 laufen bereits in vollen Zügen.

NETGO Unternehmensgruppe erweitert Niederlassungsnetz in Gütersloh

Mit einer neuen Niederlassung in Gütersloh ist die im Münsterland führende NETGO Unternehmensgruppe seit dem 01. Februar auch in Ostwestfalen ansässig. „Durch die Eröffnung sind wir auch in der Region um Gütersloh noch schneller, noch näher am Kunden – jetzt sind wir jederzeit in der Lage dem Kunden unser breites Wissen und den effizienten Service anbieten zu können“, untermauert NETGO-Niederlassungsleiter Dirk Vogeler diesen Schritt.

„Gütersloh ist für uns ein sehr attraktiver Standort, da wir unseren ausgefeilten Service mit dem engen Niederlassungsnetz im Münsterland, Ruhrgebiet, Niedersachen, Hessen und den Niederlanden nun auch in Ostwestfalen anbieten können. Die geografische Nähe zu unseren Kunden ist sehr wichtig, gerade in diesen Zeiten reicht es nicht, ein dichtes Niederlassungsnetz und ein vielfältiges Produkt- und Serviceportfolio vorweisen zu können“, beschreibt Vogeler den Grund für die Eröffnung auf der Winkelstraße. „Wir bieten keine einzelnen Produkte, viel mehr kommen bei uns ganzheitliche Lösungen aus einer Hand zum Zuge. Mit individuell zugeschnittenen und vor allem sicheren Konzepten tragen wir so auch zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Kunden bei“, so Vogeler über die Arbeitsweise der NETGO Unternehmensgruppe.

Die im münsterländischen Borken ansässige NETGO Unternehmensgruppe hat im vergangenen Jahr ein Rekordumsatz von 28,5 Millionen Euro erzielt. Die 120 Mitarbeiter zählen mit ihrem Angebot in sieben Unternehmensbereichen auf dem Sektor der IT-Servicedienstleistungen, Hard- und Softwarelösungen, Beratungsdienstleistungen, Cloud-Services, Informationssicherheit und Großhandel zu den größeren Playern in der Branche. In der NETGO Unternehmensgruppe sind neben der NETGO GmbH mit den Geschäftsbereichen Systemhaus, Reseller-Solutions und Consulting auch die Data Westfalia GmbH und die SILA Consulting GmbH unter einem Dach. Die Münsterländer betreuen neben größeren Unternehmen in der breiten Masse vor allem kleine und mittelständische Kunden. Dabei arbeiten sie mit führenden Herstellern der IT-Branche zusammen, wie z.B. HP Deutschland, Hewlett Packard Enterprise, Barracuda, LANCOM, Matrix 42, Swyx, Sophos, Docusnap, VM Ware, Veeam oder auch Microsoft. Durch diese Zusammenarbeit ist das Unternehmen in der Lage Support und Wartungskonzepte spezifisch auf den Kunden zu zuschneiden. Bestes Beispiel ist Managed Service – eine systematische IT-Betreuung, bei der das Systemhaus eine neue Methode entwickelt hat, die IT-Infrastruktur sicher zu managen. Genau dieser „Rund-um-Uhr-Service“ wurde von der Initiative Mittelstand mit dem Innovationspreis-IT BEST OF 2016 ausgezeichnet.

Ende des Jahres hat die Unternehmensgruppe die CompuTech Hard- und Software GmbH in Linden und Marburg mit 45 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zehn Millionen Euro gekauft. Zusammen mit CompuTech und der NETGO b.v. im niederländischen Aalten unterhält die NETGO Unternehmensgruppe in Ahaus, Bocholt, Borken, Bottrop, Coesfeld, Gießen, Hannover und Münster mit der Niederlassung in Gütersloh inzwischen zwölf Standorte. Insgesamt beschäftigt die NETGO Unternehmensgruppe nach der CompuTech-Übernahme nun rund 170 Mitarbeiter und erreicht konsolidiert einen Jahresumsatz von rund 38 Mio. Euro.

NETGO ist seit zehn Jahren erfolgreich in der IT-Branche unterwegs. Das große Plus des Unternehmens sind die ausgebildeten Fachkräfte – darüber hinaus legt die Unternehmensgruppe besonderen Wert auf die eigene Ausbildung künftiger Fachkräfte, was die Ausbildungsquote von 10% zeigt. Die Mitarbeiter bilden mit ihrem Know-how und ihrem partnerschaftlichen Kontakt zu den Kunden das Fundament der hohen Qualität.

Die NETGO Unternehmensgruppe investiert weiter in seine Unternehmensstruktur: Rückwirkend zum 01.10.2016 haben die Borkener das IT-Systemhaus CompuTech im hessischen Linden bei Gießen übernommen.

Für die NETGO sei die Übernahme ein absoluter Glücksgriff, freuen sich Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse. Das Produktportfolio der NETGO und der CompuTech würde sich hervorragend ergänzen, auch oder gerade menschlich wären beide Unternehmen auf einer Wellenlänge.

Bei CompuTech gab es zu keiner Zeit Handlungsbedarf, die bisherigen Geschäftsführer wollten das Systemhaus aber frühzeitig in neue Hände geben, damit eine Weiterentwicklung sinnvoll fortgeführt wird. Alle Mitarbeiter sollten auch über das Rentenalter der bisherigen Inhaber hinaus eine sichere Zukunft haben. Das sei auch ein besonders nachhaltiges Zeichen für Mitarbeiter und Kunden, erläutert NETGO-Geschäftsführer Patrick Kruse diesen Schritt. Für die Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten ändert sich nichts. CompuTech bleibe weiterhin eigenständig, auch die Geschäftsführer Thomas Bach und Manfred Ulmer bleiben weiterhin in der Geschäftsführung. Auch die dritte Führungskraft im Bunde, Barbara Bach, wird weiterhin im Unternehmen tätig sein, wenn auch auf eigenen Wunsch nicht mehr in ihrer bisherigen Position als Geschäftsführerin.

Die CompuTech Hard- und Software GmbH wurde 1987 gegründet, beschäftigt inzwischen 45 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 10 Mio. Euro. Neben der Beratung, Planung, Umsetzung und Support von Server- und Storage- sowie Netzwerke- und IT-Security-Lösungen bietet CompuTech mit Co.BRA ein eigen entwickeltes DMS-System mit dessen Hilfe Unternehmensprozesse abgebildet und dokumentiert werden können.

Das IT-Unternehmen Netgo plant eine neue Zentrale im Borkener Westen (die BZ berichtete). Am Freitag stellten die Geschäftsführer Benedikt Kisner und Patrick Kruse die Pläne für das „Rundum-Sorglos-Paket“ vor.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo hat am Freitag seine Pläne für eine neue Firmenzentrale im Borkener Westen vorgestellt. Zwischen der Weseler Landstraße und der Weseler Straße entsteht ein langgezogener Gebäudekomplex mit über 5100 Quadratmetern Nutzfläche. Die Investitionssumme beziffern die Netgo-Geschäftsführer Patrick Kruse und Benedikt Kisner auf rund acht Millionen Euro.

Das Unternehmen hat entlang der Weseler Straße eine Fläche von 21.000 Quadratmeter von der Stadt Borken gekauft (die BZ berichtete). Etwa ein Drittel davon soll ab Mitte kommenden Jahres bebaut werden. Der Borkener Architekt Jörg Hetkamp stellte am Freitag im Rathaus einen Entwurf mit „dynamischer Ausstrahlung“ vor, wie er ihn selbst beschrieb.

Benedikt Kisner hatte die Aufgabe für den Planer zuvor so beschrieben: „Wir hatten ein vom Zuschnitt her denkbar ungünstiges Grundstück, auf dem wir unsere hohen Ansprüche verwirklicht sehen wollten mit einem Entwurf, der unserem Selbstverständnis entspricht: modern, aufstrebend, zielstrebig.“ Mit dem Ergebnis können sich Kisner und Kruse „super identifizieren“.

Parallel zur Weseler Straße entsteht ein Gebäudekomplex, in dem bis zu 180 Mitarbeiter Platz finden können. Der prägnante vordere Gebäudeteil wird unter anderem eine Gastronomie und ein Fitnessstudio für die Mitarbeiter beherbergen. Auch eine Kindertagesstätte für sieben bis neun Kinder von Mitarbeitern ist geplant. Innenansichten wurden am Freitag noch nicht gezeigt. Kisner erklärte jedoch, man wolle „ein Umfeld schaffen, in dem Arbeit Spaß macht“. Die Fassade werde von Glas dominiert, sagte Architekt Hetkamp, außerdem werde es breite Flure und offene Zonen geben, um viel Kommunikation zu ermöglichen. „Wir wollen eine Art Startup-Flair“, sagte Kisner.

Jürgen Kuhlmann, der Technische Beigeordnete der Stadt Borken, freut sich mit dem prägnanten Neubau auf ein neues „Entrée“ in die Stadt von Südwesten her: „Das passt von der Architektur her wunderbar.“ Die Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing betonte, dass die frühzeitige Einbeziehung der Anwohner durch Stadt und Netgo entscheidend gewesen sei. Am Donnerstag wurde den Nachbarn der Entwurf vorgestellt. Dies sei „beispielhaft“ für kommende Vorhaben. Benedikt Kisner ist sicher, dass man sich gut vertragen werde: „Die zweigeschossige Bauweise ist für alle Beteiligten eine gute Lösung.“

Er hofft, dass der Umzug in das „Rundum-Sorglos-Paket“ Ende des Jahres 2018 über die Bühne gehen kann. Laut Jürgen Kuhlmann ist ein anvisierter Baustart Mitte des kommenden Jahres realistisch. Die restliche Fläche entlang der Weseler Straße bis zu den Einkaufsmärkten hat Netgo als Reserve für weitere Bauabschnitte gekauft. „Das war uns ganz wichtig“, sagt Kisner, „denn wir haben noch viel vor.“

In den kommenden Jahren will die Stadt zudem die Weseler Straße zu einer Allee umbauen. Die Kreuzung zur Weseler Landstraße soll dann ein Kreisverkehr werden. Ein Baustart ist allerdings noch völlig offen, erklärte Jürgen Kuhlmann.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt

Nach BZ-Informationen wird das IT-Unternehmen Netgo von der Landwehr nach Hovesath ziehen. Wie der Neubau aussehen soll, ist noch nicht bekannt.

BORKEN. Das IT-Unternehmen Netgo zieht nach Informationen der Borkener Zeitung von der Landwehr nach Hovesath. Bestätigen will das Unternehmen den Grundstückskauf allerdings nicht. „Wir prüfen weiterhin mehrere Optionen“, sagt Geschäftsführer Benedikt Kisner auf Anfrage der BZ.

Dabei ist das Geschäft laut verschiedener Quellen beschlossene Sache. Der Stadtrat hat demnach dem Verkauf kurz vor den Sommerferien in nicht öffentlicher Sitzung zugestimmt. Dabei soll es sich um den Streifen zwischen der Weseler Straße und der Wohnbebauung handeln, der von der Weseler Landstraße im Süden über die Nina-Winkel-Straße hinweg bis zum Nahversorgungszentrum im Norden reicht.

Dass Netgo umziehen will, ist seit längerem bekannt (die BZ berichtete). Nur das Ziel war lange offen. Auch ein Umzug in eine Nachbargemeinde soll ernsthaft geprüft worden sein. Das wäre für die Kreisstadt ein herber Verlust gewesen, denn Netgo ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen.

Knapp 100 Mitarbeiter hat das IT-Systemhaus mittlerweile. „Wir platzen aus allen Nähten“, sagt Benedikt Kisner. Einige Teilbereiche des Unternehmens mussten bereits vom de-Wynen-Park ausgesiedelt werden. Ein Ausbau des jetzigen Standorts am Eingang des ehemaligen Kasernengeländes, der ursprünglich ebenfalls diskutiert wurde, war in den vergangenen Monaten rasch vom Tisch.

Denn laut Kisner hat Netgo im ersten Halbjahr 2016 noch einmal 50 Prozent Umsatzwachstum verzeichnet. „Fürs Gesamtjahr rechnen wir mit einem Plus von 20 bis 30 Prozent“, sagt er vorsichtig. Im Vorjahr lag der Umsatz bei 18 Millionen Euro. Mehr Umsatz bedeutet auch mehr Mitarbeiter.

Wie die neue Netgo-Zentrale aussehen soll, ist bisher nicht bekannt. Gerüchteweise soll das Gebäude für die Mitarbeiter aber ein Fitnessstudio und eine Kantine enthalten.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Sven Kauffelt

Man nehme ein modernes Management und ganz viel Lernbereitschaft – das Ergebnis sind Erfolg und Bewunderung. Die Netgo GmbH hat das zumindest geschafft und eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte hingelegt. BZ-Redakteur Sven Kauffelt hat mit Geschäftsführer Benedikt Kisner über die Unternehmens-Strategie gesprochen.

Als der Neubau an der Landwehr vor sechs Jahren Formen annahm, ließen spöttische Kommentare über die „Emporkömmlinge“ der Netgo GmbH nicht lange auf sich warten. „Glaspalast“ nannte manch alteingesessener Unternehmer den schicken Bau abfällig, der als erster auf dem alten Kasernengelände entstand. Heute würde keiner mehr auf die Idee kommen. Der Spott ist vielmehr Bewunderung gewichen – oder Neid, was in Geschäftskreisen eine hohe Auszeichnung ist.

Benedikt Kisner winkt ab. Lange her. Zusammen mit Patrick Kruse führt Kisner heute ein Unternehmen, das 90 Mitarbeiter an sieben Standorten beschäftigt, 18 Millionen Euro Umsatz erzielt und „kerngesund“ ist, wie er sagt: „Die GmbH ist schuldenfrei. Wir haben nie mit Schulden Wachstum erkauft, sondern immer nur unsere Überschüsse refinanziert.“ Die Erfolgsgeschichte hat sich rumgesprochen. Vor drei Jahren erhielt Netgo den „Preis des deutschen Mittelstands“ – und hat allein seitdem wieder über 30 Mitarbeiter eingestellt und drei neue Niederlassungen eröffnet.

Soll das so weitergehen? „Gerne“, sagt Benedikt Kisner und lacht herzlich. Die Weichen dafür sind gestellt. Der Borkener IT-Dienstleister hat mittlerweile Kunden aus der ersten Reihe akquiriert: die Telekom, Rheinmetall, einige große Ministerien zählen dazu. Und noch einige mehr, die Kisner aber nicht nennen darf. Die Basis des Unternehmens liegt aber weiter in Borken und Umgebung.

Dabei verfolgt das Unternehmen eine Strategie, die sich bezahlt gemacht hat. „Wir sind ehrlich zu unseren Kunden“, erklärt Kisner. Für ihn mehr als eine Floskel. „Das fängt damit an, dass wir unsere Mitarbeiter ganz bewusst nicht provisionsabhängig bezahlen. Denn ich will nicht, dass sie in die Verlegenheit kommen, Kunden Produkte oder Dienstleistungen zu verkaufen, die diese gar nicht benötigen.“ Teil zwei dieser Ehrlichkeitsstrategie: Netgo sagt auch mal Nein zu Kunden, wenn die Lösungen haben wollen, die auf Dauer nicht funktionieren können. „Das fällt sonst doch auf uns zurück“, erklärt Kisner, der sicher ist, dass sich das auszahlt: „Wir werden als sehr qualitativer Anbieter wahrgenommen, gerade weil wir auch Nein sagen können.“

Im nächsten Schritt soll die Service-Qualität weiter verbessert werden. Dazu gehört, dass Netgo die Kunden während des gesamten Entwicklungsprozesses stärker einbinden, diesen so transparenter gestalten will. Gerade in der IT sei es häufig so, dass der Kunde einen Auftrag abgibt und irgendwann am Ende eine Lösung herauskommt. Ein Unding, findet Kisner, gerade bei komplexen Lösungen. Und um die geht es bei den Aufträgen an die Netgo-Techniker fast immer.

Was die Suche nach Mitarbeitern nicht einfach macht. Trotzdem sagt Kisner: „Wir haben bisher keine Probleme.“ Für Mitarbeitergewinnung und Marketing „haben wir von Anfang an verhältnismäßig viel Geld ausgegeben“, so Kisner. Er sieht Marketing, Sponsoring und Mitarbeiter-Recruiting, wie es neudeutsch heißt, als Zusammenspiel.

Wenn das Unternehmen der Heimspielstätte der SG Borken seinen Namen gibt, den Borken Beach sponsert und Banden beim Volleyball bucht, „dann hilft uns das einerseits, uns als Marke zu etablieren und andererseits, gewachsene Strukturen in der Region zu fördern“. Von beidem will man profitieren. „Potenzielle Auszubildende kennen uns schon, was dazu führt, dass wir sehr viele Bewerbungen für Ausbildungsstellen bekommen“, erklärt Kisner einerseits. Indirekt soll die Unterstützung dann helfen, dass den Auszubildenden vorher in den Vereinen wichtige Werte vermittelt werden. „Das ist ein wenig um die Ecke gedacht“, gesteht der Geschäftsführer. „Wir wollen weiter und dauerhaft wachsen. Das geht nur in einer Region, in der Menschen gerne leben, in der sie sich niederlassen und Familien gründen.“

Er selbst lebt das vor. „Ich habe nie woanders als in Erle gelebt“, sagt Kisner. Jetzt werden seine Kinder dort ebenfalls groß. Da käme es zum Beispiel nie in Frage, den Firmensitz in eine andere Region zu verlegen. „Das hier ist Heimat“, sagt er einfach. Aber auch schon eine, die an ihre Grenzen stößt. Denn das Gebäude, der Glaspalast, für den sie vor sechs Jahren noch belächelt wurden, der ist mittlerweile zu klein. „Wir denken über verschiedene Lösungen nach.“ Damit kennen sie sich ja aus bei Netgo.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Sven Kauffelt