Berlin – Die Netgo Unternehmensgruppe ist in Berlin auf dem großen Bundesball „Großer Preis des Mittelstandes“ mit dem Bundespreis Premier ausgezeichnet worden, der höchsten Auszeichnung des Mittelstandpreises der Oskar-Patzelt-Stiftung. Die Jury betrachtet bei der Vergabe vor allem die Punkte: Gesamtentwicklung des Unternehmens, Schaffung/Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierung und Innovation, Engagement in der Region, Service, Kundennähe und Marketing. In allen Bereichen konnte die Netgo Gruppe punkten, so dass die Auszeichnung in Berlin folgte. „Wir freuen uns wahnsinnig über die Auszeichnung, ein toller Erfolg für unser ganzes Team und echt überraschend. Wir wussten von nichts“, fasst Patrick Kruse seinen Eindruck zusammen.

Seit ihrer Gründung weist die Netgo Unternehmensgruppe eine steile Erfolgskurve auf. Aus dem 2007 gestarteten Unternehmen mit drei Personen ist in gut zehn Jahren eine IT Unternehmensgruppe mit über 320 Mitarbeitern geworden. Mehrere Geschäftsbereiche und Schwestergesellschaften mit zugkräftigen Marken stellen sich den Herausforderungen des IT-Marktes. Darüber hinaus ist die Gruppe seit 2016 mit einem Sitz in Aalten auch auf dem niederländischen Markt vertreten. Das Unternehmen wächst derzeit auch stark weiter und so entsteht derzeit im Hovesath auf 5.700 qm entsteht für 9 Mio. Euro das neue „Basecamp“. Es bietet eine betriebseigene Kindertagespflege, die Gastronomie „bonfire“, ein Fitness-Studio sowie einen Ruheraum für die Mitarbeiter.

Das Planungen für das Restaurant bonfire hatte das Unternehmen erst am vergangenen Freitag veröffentlicht. Dabei wurde klar, dass es sich nicht um eine Kantine handelt, sondern um eine moderne und urbane 7-Tages Gastronomie die die Borkener Gastronomieszene mehr als nur bereichern soll.

Die Jury lobte in der Laudatio nicht nur den wirtschaftlichen Erfolg der Netgo Unternehmensgruppe sondern auch deren Drang zu Innovationen und die herausragende Unternehmenskultur. Mit flachen Hierarchien, großer Eigenverantwortung, Raum für persönliche Entfaltung und eigenen Ideen legt die Gruppe größten Wert auf ein familiäres Arbeitsumfeld. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleisten flexible Arbeitszeiten. Unter dem Leitspruch „Keine Entscheidung ist so falsch wie die, die man nicht getroffen hat“, erhalten junge Mitarbeiter bereits früh Verantwortung. „Den Preis wollen wir vor allem unserem Team widmen, die sich tagtäglich für unsere Kunden ins Zeug legen.“, beschreibt Benedikt Kisner die Bedeutung des „Wir-Gefühls“. Besonders hervorgehoben wurde auch die permanente und gute Weiterbildung der Netgo Mitarbeiter.

„Mit der erheblichen Steigerung der Mitarbeiteranzahl von 75 im Jahr 2014 auf 320 in diesem Jahr, erweist sich die Gruppe als äußerst erfolgreich im Bereich Recruiting sowie in der Mitarbeiterbindung“, fasste die Jury das steile Wachstum zusammen.

Im gesellschaftlichen Engagement liegt das Augenmerk der Gruppe auf der Unterstützung der Kinder- und Jugendförderung. Insgesamt werden ca. 30 Vereine mit mehr als 100.000 Euro jährlich gefördert.

Die Netgo Unternehmensgruppe GmbH wurde zum 9. Mal seit 2010 für den „Großen Preis des Mittelstandes“ nominiert. 2010 wurde sie auf Landesebene als „Finalist“ und 2012 als „Preisträger“ auf Landesebene ausgezeichnet. 2015 folgte dann die „Ehrenplakette“ mit der besondere Preisträger der Länder in Berlin geehrt werden. Nun folgte der Bundespreis Premier, der unter allen Preisträgern aller Bundesländer vergeben wird. Insgesamt wurden 4917 Unternehmen für den Mittelstandspreis in Deutschland nominiert. Nominiert wurde das Unternehmen in diesem Jahr durch die Abgeordneten des Deutschen Bundestages Johannes Röring und Karl-Heinz Busen, die Landtagsabgeordneten Hendrik Wüst und Wilhelm Korth, die Bezirksregierung Münster, die Stadt Borken und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH.

Insgesamt war es ein sehr erfolgreicher Abend für den Kreis Borken, denn auch die Wirtschaftsförderungsgesellschaft erhielt mit einer Bundes-Ehrenplakette eine besondere Auszeichnung in der Sonderkategorie „Kommune des Jahres“. Das Ahauser Unternehmen Terhalle erhielt die Ehrenplakette, die Netgo 2015 gewonnen hatte.

Projekt zieht mit Netgo an die Weseler Straße

Das Gründerzentrum Borken wird auch künftig an die Zentrale des IT-Unternehmens Netgo angebunden sein. Neben mehr Platz soll das Zentrum auch einen neuen Namen bekommen.

BORKEN. Das Gründerzentrum wird zusammen mit Netgo vom ehemaligen Kasernengelände an die Weseler Straße umziehen. Mit dem Umzug soll das Konzept des Zentrums überarbeitet werden, um – so die Zielsetzung – „die Gründerszene in Borken spürbar zu beleben“. Im neuen Netgo-„Basecamp“ wird das Gründerzentrum mehr als doppelt so viele Arbeitsplätze wie bisher anbieten können.

Sieben Büros gibt es aktuell an der Landwehr. Wie Borkens Wirtschaftsförderin Katja Hoffboll kürzlich im Hauptausschuss des Stadtrates erklärte, hatte das Zentrum seit Gründung im Jahr 2010 18 Existenzgründer als Mieter. An der Weseler Straße soll es 17 Arbeitsplätze geben. Neben elf kleinen Büros (13 bis 25 Quadratmeter) werden sechs Arbeitsplätze in einem offenen Bereich vermietet. Dies soll moderne, kommunikative Arbeitsformen ermöglichen.

Stadt, Netgo und die Banken

Das Gründerzentrum Borken ist als GmbH organisiert. Zu den Gesellschaftern gehören neben der Stadt Borken und dem IT-Unternehmen Netgo die Sparkasse und die VR-Bank. Die Wirtschaftsförderung der Stadt übernimmt die Geschäftsführung. Um das Vorhaben dauerhaft abzusichern, sollen die vier Partner bei Bedarf zusätzlich zum Stammkapital von 150.000 Euro Geld zuschießen. Die Rede ist von einem Puffer in Höhe von 75.000 Euro, um die Liquidität für die nächsten zehn Jahre zu gewährleisten. So lange soll der neue Mietvertrag mit Netgo laufen. Der Stadtrat soll am Mittwoch über die Bereitstellung von weiteren 30.000 Euro befinden. Die drei Unternehmen würden für jeweils 15.000 Euro geradestehen – entsprechend den jeweiligen Anteilen am Stammkapital der GmbH.

Gesucht: ein neuer Name

Netgo-Geschäftsführer Benedikt Kisner ist vom Erfolg überzeugt: „Ich halte es für wichtig, dass Borken so eine Einrichtung hat.“ Den Ansatz sieht Kisner, der selbst als Existenzgründer anfing, noch früher als bisher: „Für Leute, die checken wollen, ob ihre Idee markttauglich sein könnte“, umreißt er die Idee.

Das Gründerzentrum soll mehrere Zielgruppen ansprechen: klassische Existenzgründer in erster Linie, darüber hinaus aber auch Unternehmen, die anderswo schon einen Standort (oder mehrere) haben und hier über ein kleines Büro zunächst den Markt sondieren wollen. Um dem Ganzen einen schickeren Namen zu geben, denkt Wirtschaftsförderin Hoffboll über einen Ideenwettbewerb nach.

Der Stadtrat diskutiert am Mittwoch ab 17 Uhr in öffentlicher Sitzung im Rathaus über das Thema.

Quelle: Borkener Zeitung
Autor: Sven Kauffelt
Foto: Edgar Rabe

Am 12 April 2018 lud NETGO zum R-Evolution Day ein. Ca. 150 Gäste folgten der Einladung in die neue Niederlassung nach Münster. Gemeinsam mit seinen Gastrednern zeigten wir, welche Möglichkeiten die Digitalisierung Unternehmen bereits heute bieten, aber auch was in Zukunft noch möglich sein wird.

Zur Keynote nahm Zukunftsforscher und Wirtschaftsjournalist Erik Händeler die Gäste mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Auf unterhaltsamer Art und Weise zeigte Händeler, wie sich Wirtschaft und Gesellschaft durch Erfindungen wie die Dampfmaschine und Elektrizität gewandelt haben. Aus seinen daraus gezogenen Schlüsseln erklärte er, warum uns auch trotz Digitalisierung niemals die Arbeit ausgehen wird.

Es folgten kurzweilige Vorträge, die den digitalen Arbeitsplatz der Zukunft vorstellten, die Möglichkeiten von Virtual und Augmented Reality in der Wirtschaft zeigten und die Blockchaintechnologie erklärten.

Getreu gewohnter NETGO-Manier lud ein „anomales“ Catering die Gäste ein, bis zu späten Abendstunden zu verweilen.

Wir bedanken uns bei allen Gästen, bei den Sponsoren und Ausstellen für ihre Unterstützung!