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IT-Einkauf so simpel wie bequem – netgo entwickelt neue Services für den digitalen Mittelstand

Lesedauer 5 Minuten

netgo hat im Juli den Umbau ihres Angebots zu Managed- & Cloud-Services bekannt gegeben. Die neuen Dienste sind Teil einer Wachstumsstrategie, mit der netgo innerhalb der nächsten zwei Jahre zu den Top-10 der größten IT-Provider in Deutschland gehören will. Allein im Geschäftsjahr 2020 schlossen sich drei neue Unternehmen der Gruppe an. Mittlerweile arbeiten 1150 Menschen in 12 Unternehmen an 38 Standorten für Kunden aus dem ganzen Mittelstand. Was bedeuteten diese Veränderungen für die netgo-Kunden? Im Interview erklärt unser COO Bernd Krakau, verantwortlich für das operative Geschäft der netgo group, die Beweggründe der neuen Strategie und wie netgo eine neue Art von IT-Einkauf im deutschen Mittelstand etablieren will.

Bernd, die netgo group will sich als IT-Provider neu aufstellen und ihr Angebot umbauen hin zu Managed- & Cloud-Services. Was bieten wir unseren Kunden?

Bernd Krakau: Im Kern geht es um ein neues Leistungsversprechen für den Mittelstand: Wir wollen den IT-Einkauf so einfach und bequem wie möglich für unsere Kunden machen. Vorbild sind andere Branchen wie etwa die Automobilindustrie. Dort beauftragen Geschäftskunden kein Projekt, sondern buchen zum Beispiel einen Leasingvertrag für einen Firmenwagen. Dabei haben sie die Wahl zwischen verschiedenen Businesspaketen, die sie zusätzlich an den eigenen Bedarf anpassen können. Das Entscheidende: Das Angebot wird verständlich präsentiert, die Leistung ist transparent ohne versteckte Kosten, und alles Nötige im Paket enthalten. Dahin müssen wir auch in der IT kommen.

Warum glaubst du, dass Kunden solche Angebote für Informations- und Kommunikationstechnik suchen?

Bernd Krakau: Wir registrieren, dass sich die Nachfrage im Mittelstand verlagert weg von komplexen IT-Projekten hin zu monatlich konsumierbaren Diensten. Kunden wollen Informationstechnik nach Bedarf nutzen und skalieren, ohne Kapital durch Investitionen in eigene Infrastruktur zu binden. Anstatt Technik zu kaufen und an eigenen Standorten aufzubauen, abonnieren sie bei ihrem Provider IT als Service. Das verlangt nach einem neuen Leistungsversprechen, das klassische Systemhäuser mit ihrem Handels- und Projektgeschäft kaum bieten.

Worin siehst du die Ursache für diesen neuen Bedarf?

Bernd Krakau: Viele Hidden Champions aus dem deutschen Mittelstand haben ein beeindruckendes Wachstum in den letzten Jahrzehnten vorgelegt und sind heute weltweit auf Märkten präsent. Aber anders als bei Großkonzernen zerren Internationalisierung und Digitalisierung des Geschäfts ungleich stärker an der Organisation und den eigenen IT-Systemen. Diese Herausforderungen müssen sie mit deutlich kleineren Fachabteilungen und Ressourcen für IT und TK stemmen.

Warum fragen Kunden solche Dienste gerade jetzt nach?

Bernd Krakau: Zum einen durch den demographischen Wandel. Der daraus resultierende Mangel an Fachkräften wird zum strategischen Problem und zwingt den Mittelstand zum Umdenken. Die Unternehmen finden nicht mehr die Experten, um eine komplexe IT-Landschaft zu betreiben, zu sichern und weiterzuentwickeln. Sie benötigen eine leistungsfähige IT, die wenig Ressourcen bindet, aber zugleich die neuen technischen Möglichkeiten nutzt.

Zum anderen, weil sie vorwiegend als private Konsumenten auf den Geschmack gekommen sind. Cloud Computing hat uns eine völlig neue Erfahrung beim Bezug digitaler Technologien beschert: Wir abonnieren Apps, statt sie zu kaufen. Wir speichern unsere Daten nicht mehr auf DVDs, sondern für ein paar Euro pro Monat im Netz. Wenn wir einen Dienst nutzen wollen, besuchen wir die Website des Anbieters, schauen auf die Tariftabelle und buchen das passende Paket per Kreditkarte. Im nächsten Moment können Sie die Software bereits benutzen.

Lassen sich solche Angebote in die Geschäftswelt übertragen? Beschränkt netgo damit nicht zu sehr die Auswahl?

Bernd Krakau: Es ist unsere Aufgabe als Provider, die komplexe Business-IT Schritt für Schritt in solche einfachen Services zu übersetzen. Wir dürfen nicht mehr daran verdienen, dass IT möglichst kompliziert bleibt, sondern dass wir sie einfach für den Kunden machen. Managed- & Cloud-Services  bedeuten eine Standardisierung und Automatisierung von IT-Abläufen zum Nutzen für den Kunden.

Wie wollen wir sicherstellen, dass unsere IT-Dienste tatsächlich den Bedarf unserer Kunden decken?

Krakau: Die klassische Systemhaus-Mentalität kommt von der Technologie, wir setzen direkt beim Kunden an: Wir entwickeln IT-Dienste nicht mehr mit der Brille des Handelsgeschäfts, sondern nach den realen Abläufen im Mittelstand. Dazu finden wir unsere Kunden eng in unseren Servicedesign-Prozess ein. So wollen wir beispielsweise Kundenfeedback direkt in die Gestaltung neuer Dienste einfließen lassen.

Werden unsere Kunden mit ihrer IT in die Public Cloud umziehen müssen?

Krakau: Ich sprach eingangs von verschiedenen Servicepaketen. Das umfasst auch das Betriebsmodell: Wir legen unsere Managed- & Cloud-Services grundsätzlich plattformagnostisch an. Das heißt: Unsere Kunden wählen selbst aus, ob sie einen Service aus der Public Cloud, der Private Cloud oder in einem Hybridmodell beziehen wollen.

Wird netgo eine Private Cloud im eigenen Haus betreiben?

Krakau: Für die Glaubwürdigkeit im Mittelstand sind Private-Cloud-Dienste unter eigener Hoheit unverzichtbar. Darum werden wir ein eigenes Rechenzentrum auf dem Sicherheitsniveau Tier3+ betreiben. Gebäude, Energieversorgung, Brandschutz und physische Sicherheit beziehen wir von einem Colocation-Partner. Das gesamte IT-Innenleben dagegen mit Plattform, Automatisierung und laufender Optimierung kommt von uns. So profitieren unsere Kunden von bestmöglicher Leistungsfähigkeit bei Standort, Technologie und Kosten.

Wie werden wir die neuen Dienste innerhalb der Gruppe organisieren, die auch durch Zukäufe weiterhin schnell wächst?

Krakau: Für das neue Mittelstandsangebot bauen wir unsere Organisation um: Um skalierbare Dienste von gleichbleibender Qualität für unsere Kunden zu produzieren, zentralisieren wir die Managed- & Cloud-Services  in einer eigenen Gesellschaft, der netgo production. Die netgo production übernimmt unter anderem auch den Betrieb unseres neuen Rechenzentrums. Dagegen bleiben Beratung und Vertrieb nah am Kunden und somit dezentral.

Mit welchen Diensten wird netgo das neue Angebot für Managed- & Cloud-Services starten?

Krakau: Wir setzen dort an, wo aktuell der größte Bedarf im Mittelstand besteht.

Beispielsweise bei der Arbeitsplatz-IT: Corona hat den Wandel zu virtueller Echtzeitzusammenarbeit übers Netz ins Extreme beschleunigt. Der ganze Mittelstand stellt derzeit auf Digital Workplaces um. Bei unseren Kunden ist Microsoft 365 die Plattformtechnologie der Wahl. Mit Managed M365 bieten wir digitale Arbeitsplätze aus der Public Cloud als Full-Service an. Wir machen den Einsatz der Technologie so einfach wie möglich. Das ist unser Ansatz.

Microsoft ist ebenso im Backend der Business-IT gesetzt. Mit Managed Azure bieten wir ein Gesamtpaket aus Beratung, Framework-Design, Migration und laufender Optimierung für dynamische IT-Ressourcen aus der Azure Cloud von Microsoft.

Mit Managed- & Cloud-Services adressieren wir etwa auch eine Achillesferse von IT-Landschaften im Mittelstand: das Thema Service & Support. Durch den Fachkräftemangel fehlt im Mittelstand das IT-Know-how, um bei neuen Technologien mitzuhalten. Mit Managed-Services nehmen wir unseren Kunden diese Arbeit ab. Wir kümmern uns um die laufende Unterstützung von IT-Mitarbeitern und Nutzern auf Kundenseite für definierte Teile seiner IT-Landschaft. So kann sich die interne IT auf die digitale Strategie und das Einkaufsmanagement konzentrieren. Auch hier sorgen einfache Leistungspakete und Preismodelle für Übersicht und transparente Kosten.

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